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29.04.2009

Konjunkturprognose der Bundesregierung

Jetzt hat sich also auch die Bundesregierung in das bizarre Wettrennen um die schlechteste Konjunkturprognose eingereiht. Derlei Gerede wirkt nicht gerade beruhigend auf das Klima in unserer Republik, weil es die Menschen weiter verunsichert und so die Krise verschärft. Einziger Lichtblick: Anders als die führenden Wirtschaftsinstitute hat der Bundeswirtschaftsminister seiner negativen Vorhersage wenigstens etwas Hoffnung beigemischt.

Dennoch: Der Crash geht offensichtlich weiter, ein Befreiungsschlag ist auch von Seiten der Bundesregierung nicht in Sicht. Hier schimmert vielmehr das Eingeständnis durch, dass vor allem die Angst vor dem weiteren Abgleiten in eine weltweite Abwärtsspirale die Regierungspolitik beherrscht.
Und was tut die Finanzfront? Können die Notenbanken das Vertrauen schaffen, dass sie sich von niedrigen Leitzinsen versprechen? Aber was nützen niedrige Leitzinsen, wenn sich die Banken trotzdem nicht über den Weg trauen? Wenn sie sich, so wie derzeit, untereinander einfach kein Geld leihen zu dem Zins, den die Notenbanken nach unten drücken? Dann steckt die Finanzwelt und in der Folge auch die übrige Wirtschaft in der klassischen Liquiditätsfalle. Das aber heißt: Zu Ende ist die Krise erst, wenn die Bilanzen der Banken sauber sind. Und auch das wäre erst der Anfang vom Ende der Krise.