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16.09.2008

Lafontaine schlägt Enteignung von Familienbetrieben vor

Familienunternehmen enteignen? Willkommen im Sozialismus. Ist Lafontaine nun endgültig von allen guten Geistern verlassen? Spätestens jetzt sollte klar sein, dass dieser Mann nicht mehr ernst zu nehmen, geschweige denn wählbar ist.

Was will Lafontaine eigentlich? Aktiengesellschaften sind ihm ein Gräuel, nun ist er auch gegen Familienunternehmen, die erfolgreich wirtschaften – bleiben wohl nur noch Staatsbetriebe à la DDR als das allein selig machende, und Lafontaine – wie einst Erich Honecker – verwaltet dann als Staatsratsvorsitzender das Volkskapital. Im Ernst: Weiß Oskar Lafontaine eigentlich, dass es vor allen Dingen gut geführte und erfolgreiche Familienunternehmen waren und sind, die Deutschland zu einer der größten Wirtschaftsnationen weltweit gemacht haben?
Kaum zu glauben, dass Lafontaine das ernst meint, was er Tag für Tag in Sachen Wirtschaft- und Finanzpolitik so von sich gibt. „Gelegentlich“, so schreibt der „Spiegel“, „scheint er sich in seiner Welt selbst nicht mehr zurechtzufinden.“ Wohl wahr. So auch im jüngsten Fall: Einerseits ist er der Auffassung, dass das Vermögen von Familienunternehmen nur durch Enteignung der Arbeitnehmer zustande kommt, was das Grundgesetz verbietet. Gleichzeitig aber plädiert er dafür, diesen Zustand rückgängig zu machen. In der Praxis jedoch wäre dies nur mittels einer Enteignung von Unternehmensvermögen möglich. Also, was nun?
Offensichtlich hat der Chef der Linken nichts anderes im Sinn, als mit gleichermaßen populistischen wie abstrusen Ideen und Schwarz-Weiß-Malereien, Stimmung für sich und seine Partei zu machen. Mit Blick auf die anstehenden Wahlen bleibt nur zu hoffen, dass ihm das nicht gelingt. Möglicherweise ein frommer Wunsch. Denn das Schlimme ist, dass dem Linkspopulisten derzeit noch viel zu viele Menschen auf den Leim gehen.