

Keiner, der seine fünf Sinne beisammen hat, kann im Zahlen von Sozialhilfe etwas anderes als ein unverzichtbares Übel sehen – außer den einen Punkt: Eine Gesellschaft zeigt Menschlichkeit, indem sie diejenigen nicht verhungern lässt, die aus eigener Kraft materiell nicht existieren können. Umso drastischer, wenn genau diese Menschen auf ihr Geld warten müssen – Männer, Frauen und Kinder, die selbst dann am Rande des Existenzminimums leben, wenn sie ihre Sozialhilfe-Zahlungen erhalten.
Dass es sich bei solchen Vorkommnissen im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsgemeinschaft Jobcenter Pforzheim um mehr als nur Einzelfälle handelt, ist ohne jede Übertreibung als Skandal zu bezeichnen. Schon deshalb ist es völlig richtig, wenn die Stadt die Arge Jobcenter nun komplett und alleine übernehmen will. Aber: Wenn künftig Pforzheimer Langzeitarbeitslose ihr Geld nicht erhalten, weil die Behörde nicht nachkommt, liegt die Verantwortung dafür im Rathaus. Den bisherigen Partner, die Arbeitsagentur, gibt es dann als Alibi nicht mehr.
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