


ENZKREIS/PFORZHEIM. Die Bürgerinitiative „Leise A 8“ hat in einem Offenen Brief den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger aufgefordert, den Lärmschutz beim geplanten sechsspurigen Ausbau der Autobahn im Enztal zu verbessern.
Der Verein macht Oettinger in dem Brief mehrere Vorschläge – vor allem sei der vorgesehene Deckel am Nieferner Enzberg mit 380 Metern zu kurz: „Diese Länge ist für uns auf keinen Fall akzeptabel. Anwohner werden weiterhin mit bis zu 18 Meter hohen Steilwällen und Wänden konfrontiert. Das ist aus unserer Sicht unhaltbar.“
Beim Ausbau der A 81 in Böblingen und Sindelfingen habe es das Land geschafft, die Einhausung auf über 800 Meter zu verlängern. Die Bürger in Pforzheim und im Enzkreis dürften deshalb nicht benachteiligt werden – Oettinger solle deshalb auch beim Enztalübergang der A 8 auf die gleichen Standards wie bei der Modernisierung der A 81 drängen. Die Aktion lehnt es auch ab, am Wurmberger Anstieg die neue Autobahn höher zu bauen, die Brücke des Nieferner Sträßchens abzureißen und die Straße künftig unter die A 8 zu legen – sonst würden „Bereiche einer Lärmbelästigung ausgesetzt, von der sie bisher verschont sind“. Kritisiert wird zudem, dass dort am Hang keine Lärmschutzeinrichtungen vorgesehen seien. Der Steigungsverlauf könne auch verbessert werden, wenn die Tank- und Rastanlage nicht als Fixpunkt gesetzt werde, zumal die Raststätte modernisiert wird. Das Land erreiche mit seinen Trassen eine Verringerung der Steigung von 7,25 Prozent auf 5,75 Prozent, mit den Vorschlägen der Bürgerinitiative lasse sich jedoch ein besseres Ergebnis erzielen.
Autor: pz-redakteur ralf steinert





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