

Stuttgart. Normalerweise überlässt Rudi Schulz seinen Schützlingen die große Bühne. Und der Schwimmtrainer von der SSG Pforzheim versteht es, seine Schützlinge auf die große Bühne vorzubereiten. Schließlich wurde unter seiner Regie Silke Lippok zur Europameisterin. Jetzt aber durfte Rudi Schulz (71) selbst ins Rampenlicht. Bei der Preisverleihung „Trainer des Jahres“, die der Landessportverband (LSV) Baden-Württemberg und die Krankenkasse Barmer GEK mit Unterstützung des Kultusministeriums von Baden-Württemberg im Stuttgarter Theaterhaus ausrichtete, wurde Schulz für sein Lebenswerk geehrt. Zusätzlich zu einer kleinen Statue gab es 1000 Euro Preisgeld.
„Dieser Mann liebt und lebt Wasser“ hieß es in der Laudatio für den Trainer, der in jungen Jahren erfolgreicher Schwimmer für den KSN 99 Karlsruhe war. Nach seinem Studium an der Deutschen Sporthochschule Köln arbeitete er als Trainer am Beckenrand, lange Zeit ebenfalls in Karlsruhe. Seit zehn Jahren betreut er nun die Schwimmerinnen und Schwimmer der SSG Pforzheim.
Mit Schulz feierte Ausnahmetalent Silke Lippok ihre großen Erfolge. Die Deutsche Meisterin und Europameistern wurde vom Deutschen Schwimmverband (DSV) sogar zur Schwimmerin des Jahres gewählt.
Für die Trainerpreis-Jury stand fest: „Mit 71 Jahren steht dieser Mann nach wie vor unermüdlich am Beckenrand. Er hat sein gesamtes Leben dem Schwimmsport gewidmet, dabei stets seine eigene Linie vertreten und seine Ziele mit großer Ausdauer verfolgt. Für dieses wahrliche Lebenswerk möchten wir ihm mit dem Trainerpreis Baden-Württemberg danken.
Der Trainerpreis wird seit 1996 verliehen. Gekürt werden Trainerin und Trainer des Jahres sowie ein Nachwuchstrainer. Außerdem gibt es Sonderpreise wie den Preis für das Lebenswerk, den Rudi Schulz erhielt. Vorschläge für die Preisvergabe können Fachverbände, Vereine und Sportschulen ebenso einreichen wie Sportler und Funktionäre. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury, der hochrangige Vertreter des Sports in Baden-Württemberg angehören. In den 16 Jahren bisher wurden unter 1100 Bewerbern 180Preisträger aus 40 verschiedenen Sportarten ausgewählt. Anke van Haaren
Autor: Anke van Haaren | Stuttgart






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