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04.03.2008

Lokführer wollen erneut streiken

Es klingt wie ein schlechter Witz: Die Lokführer wollen wieder streiken. Leider ist es die traurige Wahrheit, was Gewerkschaftschef Manfred Schell gestern verkündete: Von Montag an sollen im Nah-, Fern- und Güterverkehr die Züge still stehen.

Spätestens jetzt dürfte den meisten Deutschen herzlich egal sein, wer diesmal die Verantwortung für den drohenden Arbeitskampf trägt. Monatelang hatten Bahn und Lokführergewerkschaft GDL die Republik mit ihrer nicht endenwollenden Auseinandersetzung in Atem gehalten. Millionen Pendler mussten ausbaden, dass die Verhandlungsführer auch aufgrund persönlicher Eitelkeiten den Konflikt unnötig in die Länge zogen. Angesichts dieser Vorgeschichte ist es eine Frechheit, dass jetzt erneut der Bahnverkehr zum Erliegen kommen soll.
Wer monatelang die Nerven der Deutschen strapaziert, um dann endlich lauthals eine Einigung zu verkünden, muss die Sache zu einem guten Ende bringen und mit allen Mitteln eine erneute Eskalation verhindern. Bei allem Respekt vor den Interessen beider Seiten: Das schulden sie ihren Kunden. Aber anscheinend sind die sowohl der Bahn als auch den Lokführern herzlich egal.