


Der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und Pforzheimer CDU-Politiker Stefan Mappus ist einer der Förderer und Unterstützer des Straßentheater-Festivals, das heute und morgen in Pforzheim stattfindet. Die PZ hat ihn dazu befragt.
PZ: Seit vielen Jahren ist das Internationale Pforzheimer Musik- und Theaterfestival unter freiem Himmel eine feste Größe im Kulturkalender von Baden-Württemberg. Welche Bedeutung hat ein solches Festival für den internationalen Kulturaustausch des Landes mit jetzt wieder 15 Ensembles aus sieben Ländern?
Stefan Mappus: Kunst und Kultur prägen die Identität unseres Landes. Die baden-württembergische Kulturlandschaft zeichnet sich durch hohe Qualität und durch ihre Vielfalt aus. Kunst und Kultur leben aber auch vom Austausch über die Landesgrenzen hinweg, mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. Deswegen ist es ganz besonders zu begrüßen, dass mit dem Internationalen Pforzheimer Musik- und Theater Festival ganz verschiedenen Facetten der Musik und des Theaters eine Plattform geboten wird und dafür Künstlerinnen und Künstler aus sieben Ländern nach Pforzheim kommen, um sich einem begeisterungsfähigen Publikum zu präsentieren.
PZ: Welche Bedeutung hat für Sie ein solches Festival für die Region Nordschwarzwald?
Mappus: Das Internationale Pforzheimer Musik- und Theaterfestival ist seit vielen Jahren ein Höhepunkt im Fest- und Kulturkalender der Stadt Pforzheim und gleichzeitig ein Aushängesschild für die gesamte Region Nordschwarzwald, die sich an diesen beiden Tagen den mehr als 30.000 erwarteten Besucherinnen und Besuchern von ihrer besten Seite zeigen kann.
PZ: Welche Rolle hat das Ehrenamt mit über 100 Helfern beim Festival für das bürgerschaftliche Engagement in unserem Land?
Mappus: Veranstaltungen wie diese wären ohne den großen persönlichen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer überhaupt nicht zu realisieren. Dieses freiwillige Engagement zeigt, dass die Menschen in unserem Land gerne ihre Fähigkeiten und Kräfte auch für andere und für die Gemeinschaft einsetzen. Dies ist eine echte Stärke Baden-Württembergs und jenseits der Erwerbswirtschaft der wahre, große Reichtum unseres Landes.
PZ: Zahlreiche Sponsoren und Förderer unterstützen auch in diesem Jahr das Festival. Was halten Sie von einem solchen Einsatz aus der Wirtschaft und den öffentlichen Händen?
Mappus: Die Förderung des kulturellen Lebens wurde im Jahr 2000 als Staatsziel in die Landesverfassung aufgenommen. Staat und Gemeinden haben sich damit verpflichtet, alles zu tun, um Kunst und Kultur zu erhalten und zu stärken. Angesichts der Vielfalt und der Breite unserer Kulturlandschaft liegt es aber auf der Hand, dass die öffentliche Hand dies nicht immer alleine leisten kann. Umso mehr ist es zu begrüßen, dass auch die Wirtschaft mit ihrem Engagement als Sponsor und Förderer dazu beiträgt, Baden-Württemberg als ein Land der Kunst und Kultur zu unterstützen.
PZ: Verfolgen Sie mit Ihrer Familie dieses Festival als Besucher?
Mappus: Leider lassen meine vielfältigen Verpflichtungen als Ministerpräsident es in diesem Jahr nicht zu, dass ich dieses beliebte Festival persönlich besuchen kann. Den Künstlerinnen und Künstlern wünsche ich viel Erfolg bei ihren Auftritten und allen Besucherinnen und Besuchern viel Vergnügen beim diesjährigen Internationalen Pforzheimer Musik- und Theaterfestival.





Das lesen Abonnenten am Donnerstag exklusiv in Ihrer "Pforzheimer Zeitung":