Endlich sind sich Männlein und Weiblein in Sachen Fußball einmal einig. Und zwar im Fall von Mario Gomez. Den Männern gefällt vor allem, dass der Stürmer bei den ersten beiden Spielen der deutschen National-Elf Treffsicherheit bewies. Bei den Frauen dürfte vor allem der Anblick dieses makellosen Oberkörpers samt Sixpack des 26-Jährigen die Herzen höher schlagen lassen. Talent oder Schönheit - Mario Gomez nimmt seinen Kritikern den Wind aus den Segeln.
Mit seinen Länderspieltoren 24 und 25 (24. Minute/38.) führte Gomez die von Bastian Schweinsteiger angetriebene DFB-Elf am Mittwoch im EM-Klassiker gegen «Oranje» zum 2:1 (2:0)-Sieg. Dem Bayern-Angreifer gelang nicht nur sein vierter Doppelpack im Adler-Trikot, sondern er bescherte dem Team von Joachim Löw auch eine glänzende Ausgangsposition für den Einzug ins Viertelfinale.
{element}{element}«Unglaublich, die Zeit verging am Ende einfach nicht. Aber mit einem Manuel Neuer im Tor, da kann man das schon etwas ruhiger beobachten. Es war sehr nervenaufreibend. Wir haben jetzt gegen zwei Klasse-Teams sechs Punkte geholt, was wollen wir mehr», sagte Gomez. «Es war Druck ohne Ende, 300 Kilo auf den Schultern», berichtete der nun dreifache EM-Torschütze.
{element}Lob gab es natürlich von Bundestrainer. «Mario Gomez war immer ein Kämpfertyp. Er war auch schon am Boden gelegen, hat sich aber immer wieder selbst aufgerichtet. Die Tore hat er klasse gemacht, die tun ihm gut», sagte Löw.
Gomez strafte mit einer Klasseleistung und eiskalten Abschlüssen seine Kritiker Lügen. Vor allem ARD-Experte Mehmet Scholl hatte trotz dessen 1:0-Siegtreffers gegen Portugal zum Turnierauftakt kein gutes Haar an dem Stürmer seines Clubs Bayern München gelassen, wo er zur neuen Saison wieder Trainer der zweiten Mannschaft wird. «Ich bin seit fünf, sechs Jahren der erfolgreichste Stürmer der Bundesliga und habe nach Lionel Messi die zweitmeisten Tore in der Champions League geschossen», hatte Gomez genervt von der Scholl-Schelte seine Spielweise verteidigt: «Warum soll ich mich ändern?»
{element}In Charkow traf Gomez nach nur sechs Ballkontakten zum 1:0. Weitere sechs genügten für den zweiten Treffer. Er bestätigte Löws Einschätzung, der ihn als «Tormaschine» bezeichnet hatte. Gomez wurde frenetisch von den deutschen Fans gefeiert, als er nach getanter Arbeit in der 72. Minute erhobenen Hauptes langsam vom Rasen schritt. dpa


