


Auch das anhaltend schlechte Wetter hat der Stimmung beim Maulbronner Kinderferienprogramm keinen Abbruch getan. Spielerisch wurde die Geschichte des Klosters nachvollzogen.
Wer einmal ein echter Mönch sein will, den bringt auch strömender Regen und Kälte nicht aus der Fassung. „Das Wetter macht mir überhaupt nichts aus, ich bin da nicht so empfindlich“, sagt die zwölfjährige Madleen aus Maulbronn. Gemeinsam mit ihrer ein Jahr jüngeren Freundin Elisa wandert sie am Mittwochmittag durch das Mühlacker Heidenwäldle.
Mit rund 30 weiteren Kindern sind die beiden Mädchen im Rahmen des Maulbronner Ferienprogramms auf den Spuren der Mönche unterwegs. Zehn Meter vor Madleen und Elisa trottet ein Maultier und weist den Weg. „Wir wissen natürlich längst, dass uns der Weg zum Maulbronner Kloster führen wird, aber das ist nicht so wichtig, wir sind schließlich hier, um Spaß zu haben“, berichten die Mädchen.
Pfarrer Ernst-Dietrich Egerer, der sich gemeinsam mit Rolf Kern und Peter Krüger von der evangelischen Kirchengemeinde Maulbronn das Programm ausgedacht hat, sieht das genau so. „Wir wollen den Kindern die Geschichte des Klosters auf diese spielerische Art und Weise näher bringen.“ Zu Beginn der Veranstaltung wurde den Kindern mittels eines kleinen Theaterstücks die Gründungsgeschichte des Maulbronner Klosters erläutert.
Diese besagt der Legende nach, dass die Unentschlossenheit der Mönche hinsichtlich des Standorts für ein neues Kloster durch ein Gottesurteil beendet werden sollte. Die Mönche luden daraufhin den Klosterschatz auf ein Maultier, ließen ihm freien Lauf und bauten das Kloster schließlich an jener Stelle, an welcher der Vierbeiner anhielt, den Schatz abwarf und anfing, aufgeregt mit den Hufen zu scharren.
Autor: PZ-Mitarbeiter Maximilian Lutz





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