
Freiburg, Karlsruhe und weitere Städte im Südwesten haben Geld bei der deutschen Tochter der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers angelegt und derzeit keinen Zugriff darauf. Zudem sind andere Kommunen in riskante Leasinggeschäfte verstrickt, die von der Bankenkrise betroffen sein könnten. Freiburg hat der Bank in den vergangenen drei Monaten insgesamt 47 Millionen Euro überwiesen, sagte gestern Finanzbürgermeister Otto Neideck (CDU). Dieses Geld sei nach dem Zusammenbruch der Bank eingefroren. Karlsruhe zeigt sich dagegen noch geduldig, die Stadt hat das Geld bis zum kommenden Sommer fest angelegt.
Ivo Gönner, Präsident des Städtetags Baden-Württemberg, sagte, er wisse von mehreren Städten, die bei Lehman Steuergelder angelegt haben. „Sie sind blockiert, aber nicht verloren.“ Er wolle keine weiteren Orte oder Namen nennen. Seine Stadt Ulm sei nicht darunter. „Unter den 1108 Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg handelt es sich nur um einen kleinen Promilleanteil“, so Gönner. Die von Neideck angegebene Zahl von 50 Kommunen wollte er nicht kommentieren. lsw





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