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11.08.2009

Michael Schumacher sagt sein Comeback ab

Er war schön, der rote Luftballon. Größer und größer ist er geworden in den vergangenen Tagen und Wochen. Jetzt ist er mit einem lauten Knall geplatzt. Heraus kam nichts als heiße Luft. Michael Schumacher kann seine Pläne für ein Comeback im Ferrari nicht wahrmachen. Er ist klug genug, um der Gesundheit willen zu verzichten. Beweisen muss sich Schumacher nichts mehr. Er war einer der größten Motorsportler aller Zeiten, wenn nicht gar der größte. Das kann ihm niemand nehmen.

Erstaunlich bleibt rückblickend, wie viel Rummel und Hysterie die Comeback-Ankündigung des Rekordweltmeisters auslöste. Wenn sich jetzt auch noch die Bundeskanzlerin zur Tatsache äußert, dass Schumacher nicht mehr in den roten Renner steigt, fragt man sich unwillkürlich: Ist das alles noch normal?
Schumachers Verzicht ist ein Sieg der Vernunft. Seine Rückkehr wäre sicherlich ein Spektakel geworden. Die Gewinner eines Comebacks wären die Formel-1-Vermarkter und TV-Sender gewesen. Die Aufmerksamkeit, die ihnen Schumacher gebracht hat, ist mit Gold nicht aufzuwiegen. Der sportliche Nutzen aber war von vorne herein höchst fraglich. Und Schumacher selbst hatte viel zu verlieren: Seinen guten Ruf – und seine Gesundheit.