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15.03.2012

Mit Fleischhammer auf Kinder: Mutter in Psychiatrie

Karlsruhe/Pforzheim: Für eine Mutter, die mit einem Fleischhammer auf ihre Kinder einschlug und sich das Leben nehmen wollte, ordnete das Landgericht Karlsruhe die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik an. Die 38-jährige Frau aus Pforzheim (Baden-Württemberg) leidet an einer schizophrenen Psychose und war nach Ansicht des Gerichts deswegen nicht schuldfähig.

Am 12. Juni 2011 hatte die Frau zunächst mit einem Küchenwerkzeug aus Metall auf ihre sechs und neun Jahre alten Kinder eingeschlagen und diese an Kopf und Händen verletzt. Danach übergoss sich die Frau mit heißem Frittierfett und sprang vom Balkon des zweiten Stocks.

Das Gericht verwies bei der Urteilsbegründung auf die Ausführungen des psychologischen Sachverständigen, wonach sich die Angeklagte nicht über das Unrecht ihrer Taten bewusst war. Wegen starker Wahnvorstellungen und Verfolgungsängsten habe die Frau mit einem erweiterten Suizid künftiges Unheil von sich und ihren Kindern abhalten wollen. „Obwohl sie ihre Kinder über alles liebte, hat sie geglaubt, dass es besser sei, wenn sie gemeinsam aus dem Leben scheiden“, sagte der Vorsitzende Richter Leonard Schmidt bei der Urteilsbegründung.

Die Anklage lautete auf versuchten Mord, doch der Tötungsvorsatz habe sich während der Hauptverhandlung nicht bestätigt, sagte Schmidt weiter. Als sich die Kinder wehrten und weinend aus der Küche flüchteten, habe die Frau von ihnen abgelassen.

Real
16.03.2012
Mit Fleischhammer auf Kinder: Mutter in Psychiatrie

Japp genau. Gute Besserung. mehr...