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Freuen sich über die Exponate:  Susanne Höhlein-Stokowski von Q-Prints&Service, Arge-Chef Jochen Wacker, Kulturamtsleiterin Isabel Greschat, die Museumspädagoginnen Claudia Baumbusch und Regine Landauer sowie Eva Hafner, zuständig im Projekt für den handw
Freuen sich über die Exponate: Susanne Höhlein-Stokowski von Q-Prints&Service, Arge-Chef Jochen Wacker, Kulturamtsleiterin Isabel Greschat, die Museumspädagoginnen Claudia Baumbusch und Regine Landauer sowie Eva Hafner, zuständig im Projekt für den handwerklichen Bereich im Projekt.

Mit Kunst fit für den Arbeitsmarkt werden

PFORZHEIM. Erste Erfolge lassen sich bereits sehen: Drei von 16 Teilnehmern vom Projekt „Kunstwerk“ haben wieder einen Einstieg ins Berufsleben gefunden. Das neue Projekt will ältere Langzeitarbeitslose qualifizieren.

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Sichtlich stolz zeigt eine 52-Jährige ihr Werk: Ein dunkles Osterei mit einem Gürtel aus roten Perlen hängt in einer Vitrine im Reuchlinhaus. „Das Ei kann man für Weihnachten und für Ostern benützen“, sagt die ausgebildete Psychologin, die seit 1997 in Deutschland lebt. Seit vier Jahren ist die aus Moskau stammende Frau schon arbeitslos. Durch das Projekt „Kunstwerk“ hat sie wieder Lebensmut und „viele Ideen erhalten“.

Projektanregung von Gert Hager

Sieben Monate lang sind 16 arbeitsuchende Männer und Frauen in dem neu entwickelten Projekt für den ersten Arbeitsmarkt qualifiziert worden. Die Projektidee ging auf eine Initiative des früheren Sozialdezernenten und heutigen Oberbürgermeister Gert Hager zurück. Er hatte damals angeregt, die Arbeitsgebiete des Dezernat III stärker zu verbinden, erinnert sich Jochen Wacker, Geschäftsführer der Arge Jobcenter Stadt Pforzheim.

„Kunst scheint ein Umweg zu sein, um zum Arbeitsmarkt zu gelangen“, so Greschat. Dabei spreche aber Kunst den Menschen direkt an. Die Trägerschaft im Auftrag des Kulturamtes und der Arge hat die gemeinnützige „Q-Prints&Service gGmbH“erhalten.

An drei Tagen der Woche beschäftigten sich die Teilnehmer mit kunsthandwerklichen Arbeiten oder setzten ihre Kreativität in Kochkursen um. Den Kurs leitete die ausgebildete Goldschmiedin Eva Hafner. Die hergestellten Produkte wie Chutney können künftig im „Café Prosa“ erworben werden.

Einmal pro Woche arbeiteten die beiden Museumspädagoginnen Claudia Baumbusch und Regine Landauer mit den Arbeitssuchenden im künstlerischen Bereich. Dabei stellten die Teilnehmer Ketten, Skulpturen oder auch Zeichnungen her.

Zudem hatten die Teilnehmer auch die Gelegenheit, ein Rückentraining zu absolvieren. Baumbusch hat in diesem Projekt vor allem fasziniert, wie stark die Frauen und Männer motiviert werden konnten, künstlerisch zu arbeiten. Und die Museumspädagogin ist sichtlich begeistert über die Qualität der Werke, die in einer Schau im Reuchlinhaus zu sehen sind.

Die Ausstellung wird offiziell im Reuchlinhaus am Donnerstag, 20. Mai, um 17 Uhr eröffnet.

Autor: Dorothee Messmer

30.05.2011

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Leserkommentare (40)

Mehr Kommentare
1
neigschmeckte | 07.05.2010 | 08:02

Wieder eine Gelegenheit für diverse Beschäftigungsträger, sich durch die ARGE eine goldene Nase zu verdienen. Diese ganzen Projekte sind meiner Ansicht nach Augenwischerei. Die 3 von 16 Vermittelten hätten ohne dieses Kunstprojekt keine Arbeit gefunden, oder wie? Chutney kochen und Eier basteln beeindruckt einen Arbeitgeber sicherlich ungemein! mehr...

2
Einsteiner | 07.05.2010 | 16:31

[SIZE=2]Wenn die drei in einer Werbeagentur untergekommen sind könnte ich das nochnachvollziehen. Ein "normaler" Arbeitgeber hat eher wenig Interesse an Mitarbeitern die an ihrem Arbeitsplatz aus Büroklammern kleine Kunstwerke schaffen. :D Im Übrigen wäre es interessant zu erfahren, ob die drei wirklich wegen ihrer künstlerischen Ader eingestellt wurden, ich denke doch eher nicht. Desweiteren schließe ich mich meinem Vorredner an. [/SIZE] mehr...

3
Faelchle | 07.05.2010 | 20:47

Die POSSE ist noch steigerungsfähig: habe schon gehört, dass aebeitslose Informatiker auf einen Internet_Surfkurs und ausgebildete Sekretärinnen auf eine Deutschkurs geschickt wurden. mehr...

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