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28.10.2008

Mordpläne gegen Barack Obama

Ein Zufall ist es nicht, dass es in den USA noch nie einen schwarzen Präsidenten gegeben hat. Offensichtlicher Rassismus, wie ihn die beiden anscheinend leicht unterbelichteten Möchtegern-Attentäter pflegen, mag dort inzwischen zwar die Ausnahme sein. Unbestritten ist jedoch, dass es immer noch viele US-Bürger gibt, die sich einen Afro-Amerikaner als Präsidenten aus Prinzip nicht vorstellen wollen.

Wer so tickt, sagt es meist nur hinter vorgehaltener Hand. Deshalb ist trotz des klaren Umfrage-Vorsprungs noch längst nicht ausgemacht, ob Barack Obama tatsächlich ins Weiße Haus einzieht. Eines ist aber schon jetzt klar: Sollte ihm der Coup gelingen, ist seine Sicherheit deutlich gefährdeter als bei allen Präsidenten vor ihm. Denn auch unterschwelliger Rassismus befeuert jene Schwachköpfe, die sich als Hüter bizarrer Werte empfinden und vor Gewalt nicht zurückschrecken. Die Attentatspläne mag man als Werk von Idioten abtun – aber meist sind es eben solche Spinner, die zu Mördern werden.
Obama hat sich entschieden: Er bekämpft die Vorurteile vieler Amerikaner, indem er sich ihnen stellt. Eine Chance auf den Sieg hat er nur, wenn eine Mehrheit mitzieht. Nicht nur am 4. November.