Mühlacker Kelterplatz: Enttäuschung bei griechischen Fans © Fotomoment

Mühlacker Kelterplatz: Griechische Fans enttäuscht

Mühlacker. Erst kurz vor Anpfiff der Partie Griechenland gegen Tschechien füllte sich der Kelterplatz in Mühlacker. Die zahlreichen jungen Zuschauer waren zu Beginn noch guten Mutes. An eine Niederlage war nicht zu denken.

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"Unsere Mannschaft ist eine Wundertüte. Man hat es ja gegen Polen gesehen. Erste Halbzeit pfui, zweite hui", sagte Aris Kostopoulos. Schnell noch ein Bier und eine Wurst holen und dann geht es auch schon los. Die meisten Griechen hatten noch nicht richtig Platz genommen, da konnten sie ihren Augen kaum glauben. Gegentreffer nach drei Minuten und auf dem Kelterplatz herrschte gespenstische Stille.

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Das Packen wir schon noch, sagte sich der eine oder andere. Doch die Diskussionen um die Schuld beim Tor wurde im Keim erstickt. Drei Minuten später klingelte es wieder im Tor der griechischen Mannschaft. Die Stimmung war endgültig am Tiefpunkt angelangt.

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Die einen waren frustriert, die anderen nahmen es mit Galgenhumor. "Jetzt muss ich eine ganze Weile meinen Freund ertragen. Die dürfen einfach nicht verlieren", sagte Jasmin Zorn.

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Teilnahmslos starrten die Zuschauer dann in der restlichen ersten Hälfte auf den Bildschirm. Keine Miene, keine Rufe. Nach der Halbzeit bot sich zunächst das gleiche Bild. Doch dann das, womit niemand gerechnet hatte: der Anschlusstreffer. Frenetischer Jubel, laute Schreie, blau-weiße Fahnen und Schals in der Luft. Die Zuversicht war wieder da.

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Die Nervosität war von nun an allen ins Gesicht geschrieben. Einige hielten es nicht auf ihren Sitzen. Viel mehr liefen sie aufgeregt auf und ab, konnten nicht richtig auf die riesige Leinwand blicken. Andere, so schien es, würden an diesem Abend die komplette Wochenration an Zigaretten aufbrauchen. Diejenigen, die diesem Laster nicht verfielen, hatten es zum Beispiel mit ihren Fingernägeln zu tun.

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Am Ende verließen die Griechenland-Fans enttäuscht und mit gesenkten Köpfen den Kelterplatz. Nur wenige glauben noch an ein Wunder wie Melina Kostopoulou. "Wer weiß vielleicht reicht es noch zu einem Sieg gegen Russland und dann mal schauen, wie die anderen spielen. Wer hätte 2004 in Portugal mit uns gerechnet?"