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29.10.2009

Neu entfachte Debatte über Fusion Pforzheim/Enzkreis: Stadt und Kreis sind ein Ganzes

Politiker müssen Visionen haben, um unser Gemeinwesen voranzubringen. Dazu gehört auch, die bestehenden Gebietsgliederungen in Frage zu stellen. Denn: In den 70er-Jahren wurden Kreis-, Stadt-und Gemeindegrenzen eher nach dem Zufallsprinzip anders gezogen. Wer will denn ernsthaft behaupten, dass Hohenwart und Würm wirklich städtisch und Niefern-Öschelbronn und Remchingen nur noch ländlich geprägt sind? Das Drängen auf eine zweite Gebietsreform ist nicht neu und keine SPD-Erfindung. Vor fast fünf Jahren hatten die abgewählte Oberbürgermeisterin Christl Augenstein (FDP) und der Alterspräsident des Regionalverbands, Alois Amann (CDU), diese Forderung ins Spiel gebracht.

Pforzheim und den Enzkreis zu vereinen, ist zwar eine Herkules-Aufgabe, macht aber Sinn: Stadt und Kreis profitieren schon jetzt mit ihren Einrichtungen voneinander und ergänzen sich. Bei einer Fusion würden auch Doppelstrukturen verschwinden. Die Folge: Behörden verschlingen weniger Steuergelder. Das müsste doch allen gefallen