nach oben
27.01.2010

Neuenbürg muss beim Haushalt kräftig einsparen

Es gibt nichts zu beschönigen: Neuenbürgs finanzielle Lage ist miserabel. Im Haushalt klafft ein riesiges Loch, die Schulden steigen und der städtische Sparstrumpf schrumpft auf das Minimum zusammen. Die finanziellen Spielräume sind ausgereizt.

Dabei ist Neuenbürg unverschuldet in dieses Desaster hineingerutscht. Schließlich galt es in den letzten Jahren mit viel Geld den immensen Sanierungsstau der Vergangenheit aufzulösen. Und nun trifft die Wirtschaftskrise und der dramatische Einbruch bei den Einnahmen das Enzstädtchen mit voller Wucht.

An den dringendsten Investitionen wird die Stadt auch in Zukunft nicht vorbeikommen. Es wäre aber fatal, immer weiter an der Schuldenschraube zu drehen. Die Neuenbürger sollten sich vielmehr darauf einstellen, dass viele Wünsche unerfüllt bleiben. Und dass sie auf Liebgewonnenes verzichten müssen. Denn wichtig ist nun, dass der angekündigte Wille zum Sparen nicht wieder bloß ein Lippenbekenntnis bleibt. Die Stadträte müssen angesichts des leeren Stadtsäckels heiße Eisen schnell anpacken und auch ungeliebte Entscheidungen treffen. Dazu gehört Mut, dies vor einer verärgerten Öffentlichkeit zu vertreten. Und dabei muss gelten: Entweder ganz oder gar nicht.