nach oben
19.03.2008

Nicht beglichene Kindergartengebühren

Das kann einen nur wundern: Knapp zwölf Prozent der Eltern, die ihre Kinder in städtische Kitas schicken, zahlen die Gebühren nicht oder verspätet. In sozialen Brennpunkten wie der Oststadt ist das Versäumnis am größten. Doch die Stadt ist bis dato nicht in der Lage, zu sagen, wie groß der wirtschaftliche Schaden ist und in wie vielen Fällen etwa Ratenzahlung vereinbart wurde.

Es gibt bislang niemand, der nach Ursachen forscht. Wollen oder können diese Eltern nicht zahlen? Vermutlich eher letzteres.

Dazu gesellen sich weitere 32 Prozent von Eltern, für die die Stadt die Gebühren über die wirtschaftliche Jugendhilfe begleicht. Das lässt den Rückschluss zu, dass 44 Prozent aller gebührenpflichtigen Familien finanzielle Probleme haben oder mit den Behördengängen und dem Stellen entsprechender Anträge überfordert sind. Trotz dieser Erkenntnis hat die Stadt vor kurzem die Kindergarten-Gebühren erhöht, während sie andernorts abgeschafft werden. Diesen Schritt zu gehen, würde jedem Kind einen gleichen Zugang zur Bildung ermöglichen.