Karlsruher SC

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Die KSC-Spieler konnten sich bei den Fans für die Geduld bedanken. Die Aachener Spieler hätten sich beim Gegner bedanken können, weil die Karlsruher einfach das Tor nicht treffen wollten.
Die KSC-Spieler konnten sich bei den Fans für die Geduld bedanken. Die Aachener Spieler hätten sich beim Gegner bedanken können, weil die Karlsruher einfach das Tor nicht treffen wollten.
© David OBrien Kaiser

Noch ein Remis: Aachen bedankt sich beim KSC

Die Gäste aus Aachen nehmen gerne einen geschenkten Punkt in den Westen mit, denn beim 0:0 im Wildparkstadion überboten sich die Karlsruher im Auslassen von Chancen. Aber: Einsatz- und Laufbereitschaft waren wieder einmal in Ordnung. Weitgehend auch die spielerische Leistung – vor allem in den ersten 45 Minuten.

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Bildergalerie: Wieder ein Remis: KSC gegen Aachen nur 0:0
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Wie schon so oft in dieser Saison brachte der Karlsruher SC auch gegen Aachen das Runde einfach nicht ins Eckige. Trotz bester Chancen blieb die Mannschaft von Trainer Kauczinski zum vierten Mal in sechs Punktspielen ohne Torerfolg. Nur deshalb konnte die Alemannia „mit einer grottenschlechten Leistung“, wie ihr Trainer Ralf Aussem nach dem 0:0 am Samstag sagte, einen Punkt aus dem Wildparkstadion mitnehmen.

Mit seinem „Dank an den KSC, dass die uns keinen Ball reingehauen haben“, machte der Gästecoach – sicher unabsichtlich – in erster Linie die Platzherren lächerlich. Ralf Aussems Kritik an der eigenen Mannschaft, „wir hatten es in der ersten Halbzeit nur dem KSC zu verdanken, dass wir nicht in Rückstand geraten sind“, kam einer Ohrfeige für die in der Dritten Liga immer noch sieglosen Wildparkprofis gleich.

„Wir waren zu umständlich“

Vor allem Koen van der Biezen und Gaetan Krebs durften sich angesprochen fühlen, als ihr Trainer Markus Kauczinski die Nullnummer zu erklären versuchte: „Wir waren zu umständlich, dazu kam Unvermögen.“ Statt entschlossen selbst die Entscheidung zu suchen vertändelte erst der Holländer eine riesen Möglichkeit, seine Mannschaft in Führung zu schießen (16.). Und fünf Minuten später schob der kleine Franzose, nachdem er Gästekeeper Tim Krumpen schon umkurvt hatte, die Verantwortung für den Torschuss an Rouwen Hennings ab, dessen Versuch dann noch abgefangen wurde. Aber auch vor, zwischen und nach diesen Chancen lag das 1:0 für den KSC mehrfach in der Luft. „Wie er den gehalten hat, weiß er wahrscheinlich selbst nicht“, sagte Oliver Kreuzer zum Beispiel über Aachens Torhüter, der nach einer Karlsruher Ecke (Gesamtverhältnis 12:3) einen Kopfball von Jan Mauersberger aus kürzester Entfernung abwehrte (23.).

Der Sportdirektor des KSC war sich sicher: „Wenn wir in Führung gegangen wären, hätten wir noch zwei, drei Tore nachgelegt.“ Mit ihrer ungenügenden Chancenverwertung aber liefen die Gastgeber „dem verflixten 1:0“, so Oliver Kreuzer, letztendlich vergeblich hinterher. Zumal Aachen nach dem Seitenwechsel aus dem Spiel heraus keine KSC-Chancen mehr zuließ und die Standardsituationen der Wildparkprofis mehr oder weniger sicher abwehrte.

Die Karlsruher müssen beim morgigen Spiel bei der zweiten Mannschaft von Meister und Pokalsieger Borussia Dortmund (19 Uhr) auf den noch einmal Rot-gesperrten Martin Stoll und Steffen Haas verzichten, der gegen Aachen seine fünfte Gelbe Karte sah.

Gut, dass der KSC am Samstag seinen Wunschspieler Dominic Peitz vom FC Augsburg verpflichten konnte. Der 27-jährige Mittelfeldspieler unterschrieb einen Vertrag bis 2015 und gehört im Stadion „Rote Erde“ schon zum Aufgebot. „Er oder Silvano Varnhagen“, so Trainer Markus Kauczinski gestern, werde an Stelle von Steffen Haas auflaufen.

Zwiespältige Gefühle löste die Auslosung der zweiten Runde im DFB-Pokal im Wildpark aus. Der KSC ist am Dienstag, 30., oder Mittwoch, 31. Oktober, Gastgeber des Zweitligisten MSV Duisburg. „Das ist natürlich nicht das große Los, aber sportlich eine lösbare Aufgabe“, meinte Sportdirektor Oliver Kreuzer. „Den MSV kann man schlagen. Wir wollen ins Achtelfinale“, sagte er. Die „Zebras“ rangieren momentan mit null Punkten am Tabellenende der Zweiten Liga und haben sich nach der Heimniederlage gegen Dresden (1:3) am Samstag vom Trainer Oliver Reck und dessen Assistenten Uwe Schubert getrennt.„Bis Ende Oktober vergeht noch eine Menge Zeit“, meinte Markus Kauczinski zum Pokalgegner und die Vorgänge beim MSV. „Mal abwarten, wie die dann drauf sind.“

Autor: Hans Falsehr

27.08.2012

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