




MÜHLACKER-MÜHLHAUSEN. Vom Teigling bis zum Brot aus dem historischen Ofen: Rund 40 Teilnehmer haben beim traditionellen Backen in
Mühlhausen einen Einblick in frühere Zeiten bekommen und kräftig mitgearbeitet.
Gut Ding will Weile haben. Das haben etwa 40 Teilnehmer der PZ-Sommeraktion am Montagnachmittag beim traditionellen Backen im Backhaus in Mühlhausen am eigenen Leibe erfahren. Denn eine Portion Teig zu kneten, aus welcher später 250 bis 300 Laugenbrötchen gebacken werden sollen, macht sich ganz schön in den Oberarmen bemerkbar. Das spürte auch Studentin Celina Stretz recht schnell. Zusammen mit ihrem Bruder wechselte sie sich an der riesigen Teigschüssel ab. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so anstrengend ist“, keuchte sie beim Kneten. Neben dem Studium in Irland interessiere sie sich auch für das Backhandwerk und habe bereits ein Praktikum in einer Konditorei gemacht. Bemerkbar machte sich das, wenn die 24-Jährige geschickt eine lange Teigschlange in Brezelform zwirbelte.
Zu den alten Hasen im Geschäft gehört das Ehepaar Härle. Bereits im vergangenen Jahr nahmen die beiden an der PZ-Sommeraktion im Mühlhausener Backhäuschen teil. Begeistert schwärmten sie von den Spezialitäten, die die Teilnehmer kreierten und etwas später am Abend mit Genuss zusammen aufaßen. Dieses Jahr versuchte sich Christel Härle am Pizza backen. Weiterhin gab es württembergisches Bauernbrot. Verfeinert mit Zutaten wie Buttermilch und Kartoffeln, um den Brotteig schön feucht zu halten.
Das traditionelle Spektakel begeisterte dabei nicht nur Ältere, auch die ganz Kleinen waren mit Feuereifer dabei. Die fünfjährige Fanny Imhof zum Beispiel, die sich im Gegensatz zu ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder mutig an die Teigschüssel traute. Dem dreijährigen Lasse war das allerdings etwas zu klebrig. Er schaute seiner Schwester lieber zu und behielt die Hände in den Hosentaschen.
Während der Teig einige Stunden vor sich hingehen musste, gingen die Interessierten mit Landwirt und Altstadtrat Walter Schmierer in den Weinbergen um Mühlhausen spazieren. Das Urgestein gab währenddessen allerlei Wissen preis und erzählte der Gruppe Interessantes über Schloss, Weinanbau und die Sanierung des Hochwasserdamms im Ort.
Autor: MIRIAM FUCHS





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