



PFORZHEIM. Auch in der Goldstadt wird es künftig aufgrund des Klimawandels wärmere Winter, weniger Schnee und mehr Tropennächte geben – das hat Matthias Hilligardt vom Umweltamt bei der PZ-Sommeraktion klar gemacht.
Es ist eine deutliche Ansage von Matthias Hilligardt vom Amt für Umweltschutz: „Die Bemühungen, die von Pforzheim und den Industriestaaten in Sachen CO2-Reduzierung betrieben werden, können das Weltklima nicht retten.“ Trotzdem seien diese Bemühungen wichtig, um die anderen Staaten als Nachahmer zu gewinnen. Rund 30 Interessierte hatten sich gestern bei der PZ-Sommeraktion „Klimawandel und Naturschutz“ zu einem drei Kilometer langen Spaziergang unter der Führung von Matthias Hilligardt und der Klimaschutzbeauftragten Juliane Stroh begeben. Die Tour startete an der Steinernen Brücke am Ludwigsplatz in Dillstein und endete an der Auerbrücke in der Innenstadt.
An den Ufern der Nagold wies Hilligardt auf die Fluss-Renaturierung hin, die über die Ausgleichsmaßnahmen bei Baumaßnahmen finanziert werden. Den Klimawandel werden auch die Pforzheimer zu spüren bekommen. Wenngleich erst nachfolgende Generationen. Denn Studien haben nach Angaben von Hilligardt ergeben, dass sich bis zum Jahr 2055 die heißen Tage verdreifachen würden.
Ebenfalls eine Folge des Klimawandels: Pflanzenarten wie Arnika oder die Trollblume sterben aus. Dafür würden neue Tierarten wie die Gottesanbeterin bis in die Region drängen, erläuterte Hilligardt. Pforzheim sei wegen der Auswirkungen des Klimawandels in den „Konvent der Bürgermeister eingetreten“. Konkretes Ziel sei es , zusätzlich zu dem Ziel der Europäischen Union, die CO2-Emission im eigenen Zuständigkeitsbereich um mindestens 20 Prozent zu senken. Im Zuge dieser Aktion werde jetzt auch ein Klimaschutz-Gutachten erstellt, in das Bürger und Naturschutzverbände mit einbezogen werden.
Auf die Bedeutung von regenerativen Energiequellen ging die Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Juliane Stroh, ein. Sie erläuterte den Teilnehmern, dass künftig in Pforzheim stärker auf die Gewinnung von Energie aus Biomasse gesetzt würde. Außerdem werbe die Goldstadt natürlich für die Nützung von Solarenergie. „Es ist Ziel der Stadt, die Solarenergie verstärkt zu nützen.“
Im Stadtgarten verdeutlichte Hilligardt, wie wichtig Parkanlagen für das Klima im Stadtgebiet seien. „Die Grünflächen haben eine ausgleichende Wirkung.“ Und der Fachmann prophezeite, dass man in Pforzheim künftig wegen der Klimaerwärmung zusätzliche Grünflächen benötigen werde.
Autor: Dorothee Messmer





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Leserkommentare (1)
Mehr Kommentare...das wandern an den Ufern der Pforzheimer Bäche und Flüssen macht großen Spass . Da kann man Unrat aller Art entdecken ! Essensreste ,Bierdosen,Fixerspritzen,Erbrochenes,Hundekot und ab und an mal ein Blümchen !:p mehr...