

Warnungen vor neuen Abzock-Maschen haben die „Pforzheimer Zeitung“ erreicht: Ein Leser hat Post von der „Schwab KG Staatl. Lotterie-Einnahme“ aus Ratingen erhalten. In dem „Bescheid über Gewinn-Zulassung“ wird der Eindruck erweckt, er habe eine Zusatz-Rente im Wert von 833,33 Euro monatlich gewonnen, die zehn Jahre lang ausbezahlt werde.Jetzt müsse er sich umgehend telefonisch melden, damit seine Teilnahme-Berechtigung erhalten bleibe.
Abschließend kommt noch der Hinweis, dass der Fernsehsender „Sat 1“ Mitte Juli im Vorabendprogramm die Gewinn-Nummer bekannt geben werde. Dieser Hinweis führt übrigens auch in die Irre: Die Schwab KG hat bei dem TV-Sender lediglich eine Teletext-Seite gebucht, auf der die angeblichen Gewinnzahlen verkündet werden sollen.
Um unseriöse Kaffeefahrten geht es auch bei Einladungen des „Reiseclub“ von einer Claudia Fischer aus Molbergen. Auch hier handelt es sich um sogenannte „Gewinnbriefe“. Mit dieser Masche waren die unseriösen Veranstalter zuerst im Lahn-Dill-Kreis aktiv. In jüngster Zeit gingen die Briefe an meist ältere Menschen in Pforzheim und dem Enzkreis. Der nächste Termin zur angeblichen Gewinnübergabe ist am Mittwoch, 8. Februar, angesetzt. Um 7 Uhr soll es am Busbahnhof Süd losgehen, nächste Station ist Brötzingen (8 Uhr).
Vor beiden Veranstaltern wird auf einschlägigen Internet-Seiten gewarnt: Es handle sich um unseriöse Kaffeefahrten. Es wird auch berichtet, dass die angebliche Mitarbeiterin „Claudia Fischer“ gar keine Person sei, sondern ein beim Patentamt eingetragenes Warenzeichen.
Währenddessen laufen die Ermittlungen gegen die Abzocker von „Lotto 3000“ weiter – und sie werden wohl noch geraume Zeit in Anspruch nehmen, so die Auskunft der Staatsanwaltschaft Mannheim. Die Hintermänner scheinen übrigens wenig beeindruckt von den Untersuchungen der Staatsanwaltschaft. So gab es in jüngster Zeit Berichte, dass die Abzocker im Raum Cottbus und Oranienburg mit ihren nervigen Dauer-Anrufen aktiv sind. Auch die Drohbriefe mit der Zahlungsaufforderung wurden in diese Region verschickt. Allerdings: Der Empfänger des Geldes hat sich geändert – zumindest auf den ersten Blick. Diesmal sollen die Menschen die angeblichen Gewinnspiel-Beiträge an eine „Telebill GmbH“ mit Sitz in Heidelberg überweisen. Der Geschäftsführer ist jedoch ein alter Bekannter: Eberhard Fietz, der in dieser Funktion auch schon bei der „Compresent Erfurt GmbH“ auftauchte – ein Name, der bei den Menschen in Niefern-Öschelbronn schlechte Erinnerungen wecken dürfte. An diese Firma, ebenfalls mit Sitz in Heidelberg, sollten sie die unberechtigten Forderungen überweisen.Mayer-Reichard
Autor: Sabine Mayer-Reichard





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Leserkommentare (1)
Mehr KommentareMan solls eigentlich nicht glauben. Immer wieder fallen ältere Menschen auf solche Betrügerein herein. Warum man, trotz vieler Anzeigen, diese "Kaffeefahrten nicht verbietet, ist unerklärlich. mehr...