

PFORZHEIM. Die Tage des Fußballs in Eutingen sind noch nicht gezählt. Am Freitag findet eine Mitgliederversammlung statt, bei der es um die Fusion mit dem FC Germania Brötzingen geht. Die Jugend bleibt weiter im Rattach.
Der 1. FC Eutingen zählt zu den traditionsreichen Vereinen im Raum Pforzheim. Im Jahr 1909 gegründet klopfte er Ende der 50er-Jahre ans Tor der ersten Amateurliga an, hat heute rund 450 Mitglieder und führt derzeit ungeschlagen mit 13 Siegen und einem Unentschieden die Tabelle der Kreisklasse A1 Pforzheim an. Doch den Verein drücken Sorgen, die finanzieller Art sind, aber auch, was das Gelände im Eutinger Rattach betrifft. Die Gelbe Karte wurde dem Verein schon gezeigt, die Rote droht.
Vor bald einem Jahr ist erstmals eine mögliche Fusion mit dem FC Germania Brötzingen in der Öffentlichkeit bekannt geworden. Mittlerweile spielt die erste Mannschaft bereits auf dessen Gelände auf der Wilferdinger Höhe. Jugendmannschaften sollen eine Spielgemeinschaft bilden und weiterhin die Anlage im Eutinger Osten benutzen. Gerüchten, dass der Verein dieses Gelände verkaufen will, hat Vorsitzender Winfried Heck vor Kurzem in der Sitzung des Ortschaftsrats zurückgewiesen.
Wie Heck ausführte, sind dem Verein im Rattach die Hände gebunden. Sprich: Hier befinden sich Trinkwasserbrunnen der Stadtwerke. Und diese verhindern nicht nur eine Erweiterung der Anlage mit derzeit zwei Spielfeldern, auch ein seit langem gewünschter Ausbau des Clubhauses kann nicht genehmigt werden. Ganz abgesehen davon, dass auch der Parkplatz bisher nur geduldet ist und das Abstellen der Wagen auf den umliegenden Wiesen wegen des Trinkwasserschutzes eigentlich verboten ist.
Dennoch will der 1. FC Eutingen zumindest vorläufig im Rattach bleiben, sicherte Heck zu. Ein Spendenaufruf unter den Mitgliedern habe dazu geführt, dass die dringendsten finanziellen Sorgen gelindert wurden. Einnahmen aus Bandenwerbung seien aber nicht möglich, da eine solche baurechtlich genehmigt werden müsste. Was den Auflagen im Wasserschutzgebiet widerspreche. Und die Sponsoren der bisherigen Hochtafeln am zweiten Platz, der sich im Besitz der Stadt befindet, würden abspringen, da sie wegen des Baumwuchses von der Bundesstraße aus nicht mehr eingesehen werden können.
Mit den Stadtwerken, so der Vorsitzende, habe sich der 1. FC Eutingen dahingehend arrangiert, dass die Jugend ein Bleiberecht im Rattach habe.
Würde auf dieses verzichtet, hätten die SWP eine Übernahme des vereinseigenen Geländes signalisiert. „Diese Anfrage hat es aber von uns nicht gegeben“, betonte Heck, dem Ortsvorsteher Helge Huthmacher beipflichtete.
Am Freitag will der FCE mit der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun die Weichen für die Zukunft stellen. Das heißt nicht nur, dass die „Mission Aufstieg“ in dieser Spielzeit erfolgreich beendet wird, sondern dass die Spielgemeinschaft mit dem FC Germania Brötzingen als Ziel die Oberliga im Visier hat. Dazu war auch bereits ein neues, mehrere Tausend Zuschauer fassendes Stadion ins Gespräch gebracht worden. Dies könnte im Gewerbegebiet Obsthof entstehen. Und dieses liegt auf Eutinger Gemarkung.
im Clubhaus im Rattach statt.
Autor: THOMAS FREI





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Leserkommentare (1)
Mehr KommentareBrötzingen/Eutingen in der Oberliga und ein Stadion für mehrere tausend Zuschauer. Viel Glück für die weitere Kreisliga Saison. Jetzt ziehen die auch noch am CfR vorbei! Die Stadt Pforzheim sollte sich nur noch schämen das Sie keine ordentliche Spielstätte für diesen gewöhnungsdürftigen Fusionsverein bereitstellen (kleines Stadion) Langsam tun mir die Verantwortlichen vom CfR nur noch leid. Eine Schande für eine Stadt wie Pforzheim. Stellt die besten Leute im Kreis zusammen die sich auskennen ...... mehr...