


Nach dem eher misslungenen Experiment 2009 im Enzauenpark scheint nun aber mehr Ruhe in die Angelegenheit zu kommen, die auch Oberbürgermeister Gert Hager zur Chefsache erklärt hat. Denn die Rückkehr in die City ist sowohl bei den Veranstaltern, als auch bei Läuferinnen, Läufern und Zuschauern auf überwiegend positive Resonanz gestoßen.
Lediglich in Punkto exakter Streckenlänge des Hauptlaufs scheiden sich noch ein wenig die Geister. „Wir hätten eben gerne einen echten 10 000-Meter-Lauf und nicht nur 9900 Meter“, sagen Hobby-Athleten wie Udo Belger (Eutingen) oder Jürgen Herb (Huchenfeld). Doch daran könne noch gearbeitet werden, stellt Uwe Steiner vom ausrichtenden TV Tiefenbronn in Aussicht. „Dabei ist der Spielraum in der Innenstadt aber nicht sehr groß“, fügt der Leichtathletik-Kreisvorsitzende Peter Hess hinzu.
Im Schulterschluss mit Rüdiger Fricke von der Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) besteht aber vor allem Einigkeit darüber, dass die Veranstaltung auch künftig in der City bleiben soll. „Es hat sich gelohnt, den Lauf zurückzuholen“, sagt Fricke. „Gerade weil es uns gelungen ist, die Sicherheitsprobleme der Vorjahre in den Griff zu bekommen.“ Will heißen: Nie wieder Leopoldplatz – der Start-Ziel-Bereich in Rathaus-Nähe passt besser. Und auch zum leicht nach Osten verschobenen Streckenverlauf gibt es wohl kaum eine Alternative. „Nur den Ziel-Auslauf müssen wir noch ein bisschen vergrößern, weil es sich dort öfter mal gestaut hat“, weiß Hess. Das könnte aber auch dem neuen Teilnehmerrekord von knapp 2200 Startern geschuldet sein. Viel wichtiger war es allerdings bei rund 30 Grad Hitze, dass für die Teilnehmer auf einem breit angelegten Kurs genügend Wasserstationen zur Verfügung standen, damit gerade der „Glutofen“ Zerrennerstraße zumindest ein bisschen entschärft wurde.
„Die Stimmung in der City war fantastisch und auf Asphalt zu laufen ist wesentlich sicherer, als auf Schotter im Enzauenpark“, halten Markus Walter und Uschi Tschürtz (Team Autohaus Walter) fest. „Mir fällt nichts ein, was auf der Strecke im letzten Jahr besser gewesen wäre“, schließt sich Martin Straub vom TV Neulingen an. Und seine Vereinskollegin Katrin Mannsdörfer ergänzt: „Wegen der tollen Atmosphäre in der City läuft man gleich noch ein bisschen schneller.“
Für Daniel Wilser, den Sieger beim Kieselbronner Gaißeschenner-Halbmarathon war es sogar „die beste Pforzheimer Strecke, die es in den letzten Jahren gegeben hat.“ Der eigenen, im Detail noch vorzunehmenden Schlussbewertung möchten die Veranstalter des SWP-CityLaufs jedoch nicht vorgreifen. „Es gibt noch ein paar Kinderkrankheiten und Baustellen, an denen wir arbeiten müssen“, bekennt Uwe Steiner, während Citymanager Fricke betont: „Das ganze Team hat gute Arbeit geleistet und wir freuen uns, jetzt endlich eine Strecke gefunden zu haben, die offenbar allen gerecht wird.“ Dafür mussten – im Vergleich zum Enzauenpark – allerdings auch zusätzliche Absperrungen auf einer Länge von rund 2,5 Kilometern angebracht werden. Ein nicht unbeträchtlicher Kostenpunkt, der für die Planungen 2011 durchaus von Bedeutung sein dürfte. Peter Hepfer





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