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05.05.2009

Schicksalstag für Porsche

Der Kampf zwischen David und Goliath schien bereits entschieden. Der kleine Sportwagenbauer wollte den großen Volkswagen-Konzern komplett übernehmen. Jetzt ist Porsche wohl das Geld ausgegangen, um die Übernahme durchzuziehen. Plötzlich ist Volkswagen wieder am Zug.

Damit könnte die Stunde von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch schlagen, der will, dass Volkswagen seinerseits Porsche übernimmt. Das würde zwar die finanziellen Probleme auf beiden Seiten mit einem Schlag lösen, wäre jedoch eine schwere Niederlage für Porsche-Chef Wiedeking, der als Vorkämpfer einer VW-Übernahme gilt. Heute berät der Familien-Clan darüber, wer wen übernehmen darf. Schlüsselfigur ist dabei Wolfgang Porsche. Der Enkel des Käferkonstrukteurs Ferdinand Porsche ist Sprecher des Porsche-Familienzweigs. Er hält zu Wiedeking – noch. Ihm gegenüber sitzt sein Vetter Ferdinand Piëch, der Wiedeking loswerden will, weil dieser allzu forsch mit VW-Management und Betriebsrat umsprang. Wenn es Piëch heute gelänge, den Porsche-Familienclan auf seine Seite zu ziehen, könnte das den Porsche-Chef seinen Kopf kosten.