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27.04.2009

Schweinegrippe auf dem Vormarsch

Experten sind sich einig: Das Schweinegrippen-Virus wird vor Deutschland nicht Halt machen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich der erste Verdachtsfall erhärtet. Und dann? Noch beschwichtigen Weltgesundheitsorganisation und das Bundesgesundheitsministerium: Keine Panik! Doch je häufiger dieser Aufruf kommt, desto unbestimmter wird das Gefühl, nicht genau zu wissen, was wirklich auf uns zukommt.

Die Fakten sind beunruhigend: Die Ansteckungsgefahr ist zwar nur geringfügig größer, als bei einer normalen Grippe, dafür endet die Schweinegrippe häufiger tödlich. Es gibt bislang keinen Impfstoff. Und im Gegensatz zur Vogelgrippe, die Anfang 2006 als Bedrohung der Menschheit galt, ist das neue A/H1N1 von Mensch zu Mensch übertragbar – und das in Zeiten nahezu unbegrenzter weltweiter Mobilität.
Was also tun? Sicherlich haben die Experten Recht, wenn sie den Rat geben, ruhig zu bleiben – ein paar Dinge kann schließlich jeder tun. Etwa die Virus-Berichterstattung aufmerksam verfolgen, Hände lieber einmal mehr waschen, Kontakt mit Kranken sowie Menschenansammlungen meiden. Und wer eine Reise in die USA oder gar nach Mexiko geplant hat, sollte sich überlegen, ob sie derzeit wirklich sein muss. Doch bei allem Respekt für Warnungen der führenden Institute vor einer Panik: Zu Sorglosigkeit dürfen sie nicht führen. Denn das könnte uns alle teuer zu stehen kommen.