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23.09.2009

Sechsspurige Modernisierung der Autobahn im Enztal

Wer hat eigentlich das Sagen im Land? Ministerpräsident Günther Oettinger verspricht, seine Straßenplaner würden für die Modernisierung der A 8 im Enztal Überlegungen auf den Tisch legen, die den lang ersehnten guten Lärmschutz bringen. Vier Wochen später kommen die Planer aus Karlsruhe nach Pforzheim und halten doch stur an ihren alten Überlegungen fest, gegen die Gemeinderäte und Anwohner Sturm laufen.

Oettinger weiß, dass ihm die Zeit davonläuft. Die alte, nur vierspurige A 8 im Enztal wird zum Nadelöhr, wenn alle anderen Abschnitte sechsspurig sind. Will der Regierungschef aber, dass es schon 2014 bei Eutingen und Niefern weitergeht, muss er den Verantwortlichen im Regierungspräsidium Dampf machen. Wenn die Planer nicht endlich Anwohnern und Gemeinden entgegenkommen, wird der Streit vor Gericht ausgetragen. Dann rollen 2014 keine Bagger ins Enztal. Oettinger einigte sich mit Böblingen und Sindelfingen – dort wird der Autobahndeckel von 400 auf 850 Meter verlängert. Es wird Zeit, dass Oettinger jetzt auch für den Enztalübergang der A 8 das Heft in die Hand nimmt, damit ein guter Kompromiss herauskommt, mit dem die Gemeinden und Pforzheim leben können.