


Pforzheim. Selten einmal sieht man so viele lächelnde, entspannte, staunende und begeisterte Menschen in der Pforzheimer Innenstadt. Dabei stand am Freitag und Samstag nicht ein Allerweltsspektakel auf dem Programm, sondern das 18. Internationale Musik- und Theaterfestival „Sommersprossen“. Kunst also, aber eine Kunst, die jedem die Schwellenangst nimmt, die jeden zu begeistern versteht, die manche auch zum Mitmachen animiert, die man gerne öfter in der Stadt sehen würde.
Straßen, Parks und öffentliche Plätze der Pforzheimer Innenstadt sind am Freitag und Samstag zu Spielstätten und Bühnen geworden. Und im Handumdrehen war ein neues Kulturpublikum an neuen Kulturstaätten erobert.
Osterfeld-Geschäftsführer Gerhard Baral erläutert den Open-Air-Gedanken des Festivals so: „Nur eine einzige, auch eintrittspflichtige Produktion – ,Copacabana’ von Ponten Pie aus Spanien – weicht von diesem Konzept ab, mit dem wir neue Zielgruppen erreichen und neue Kulturräume erlebbar machen wollen“.
Der Mix aus Musik und Tanz, Akrobatik und Clownerie, Feuerwerk und Besinnlichkeit hat Tausende fasziniert. Viele suchten ganz bewusst die Spielstätten auf, andere kamen zufällig vorbei und blieben. Erfahrene Festivalbesucher hatten ein Sitzkissen mitgebracht, andere bemühten sich um Standfestigkeit, denn vorzeitig gehen und etwas versäumen, das wollten die Allerwenigsten.
Autor: tok






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