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30.09.2008

StilBruch

Eine kleine Lawine ist losgetreten worden in der vergangenen Woche. Seitdem läuft „Der Baader Meinhof Komplex“ auf deutschen Kino-Leinwänden. Der Film beleuchtet, wie sich aus weitgehend gewaltfreier studentischer Revolte gegen Krieg und Staat die Brutalität der „Roten Armee Fraktion“ entwickelt hat. Wie junge Menschen in krankhaftem Wahn ihre Ziele aus den Augen verloren und sich der brutalen Gewalt gegen Dinge und Menschen verschrieben.

In den Kinoreihen des Pforzheimer „Cineplex“ sah man am vergangenen Donnerstag viele junge Gesichter. Gleiches Bild am Montag im PZ-Forum bei der Lesung von Stefan Aust, Autor des Buches, das dem Film zugrunde liegt. Die Jugend heute scheint interessiert an den Protest- und Terror-Motiven der Jugend damals zu sein, und das ist gut so.

Beschäftigung mit diesem dunklen Kapitel deutscher Geschichte ist wichtig: Sowohl die Auseinandersetzung mit legalem jugendlichen Protest gegen Missstände, von dem es heute zu wenig gibt; als auch die Auseinandersetzung mit Terror, von dem es heute zu viel gibt.

Szeneapplaus. Es muss wohl an zwei Dingen liegen, dass diese Woche vor Partys überschäumt: Zunächst einmal ist am Freitag ein freier Tag weil Feiertag, was Donnerstagnacht zur Feiernacht macht; außerdem ziehen dieser Tage Hunderte neue Studenten in die Goldstadt ein, die an der hiesigen Hochschule ihr Studium beginnen. Der Studentenclub „plus+“ öffnet heute für die „InSight Out“-Party ihre Pforten, morgen wartet an gleicher Stelle der „yeahyeahyeah“-Club mit gewöhnlich großartigem Electro, Minimal und Indie auf.

Ebenfalls am Donnerstag gastiert Sahneschnitte Donna J. Nova an den Plattenspielern des „Casablanca“. Die sieht blendend aus, legt glänzend auf. Kurzum: Es lohnt sich, Augen und Ohren weit aufzumachen.
Ein weiterer Grund zu feiern am Samstag dieser Woche: der fünfte Geburstag des „Como“.

StilBruch. Lassen wir die Katze aus dem Sack: „StilBruch“ sieht 2008 zwei Partys unter zwei Leitsprüchen vor. Eine am Donnerstag, 13. November. Eine am Freitag, 14. November. Die erste im Studentenclub „plus+“, die zweite in den „Schmuckwelten“. Jene im „plus+“ bedient ein kunterbuntes Publikum ab 16 Jahren – so wie die coolen Oberstufen-Partys, die es gab, als ich jung war. Die zweite Party ist ein MUSS für alle Partywütigen ab 18 Jahren – dank acht DJs inmitten der europäisch einzigartigen Kulisse der Schmuckwelten – und: Cocktails des „RosenRot“.