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26.03.2008

Stiller Protest bei den Olympischen Spielen

Der Deutsche Olympische Sportbund hat sich aus der Verantwortung gestohlen. Nicht einmal mit der Androhung eines Boykotts der Sommerspiele in Peking will der DOSB China zur Einhaltung der Menschenrechte drängen.

Alle Last ist nun auf die Sportler abgewälzt. Die aber haben mit individuellen Absagen kaum die Macht, an den Verhältnissen in China etwas zu ändern. Außerdem kann es für Athleten den finanziellen Ruin bedeuten, wenn sie auf die Teilnahme verzichten.
Zeichen des stillen Protests während der Eröffnungsfeier, bei den Wettkämpfern oder Siegerehrungen sind für die Sportler also der einzige Kompromiss, um einen Start mit ihrem Gewissen vereinbaren zu können. Nimmt das Internationale Olympische Komitee ihnen diese Möglichkeit und bestraft sie für politische Äußerungen, macht es sich mit dem System der Unterdrückung in China gemein. Die Herren der Ringe beim IOC müssen nun beweisen, dass die Spiele für sie mehr sind, als ein Geschäft.