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14.05.2009

Streiks in Kindertagesstätten

In vielen Familien sind heute zwangsläufig beide Elternteile berufstätig. Die Kindergärten müssen bei der Erziehung das auffangen, was diese Familien nicht mehr leisten können. Das kann aber nur funktionieren, wenn den Kleinen in den Kitas ausgeglichene Persönlichkeiten gegenübertreten. Dass sich laut Gewerkschaftsumfrage aber drei Viertel der Erzieherinnen und Erzieher aufgrund der augenblicklichen Arbeitsbedingungen ausgebrannt fühlen, ist ein deutliches Signal, dass sich etwas ändern muss.

So bitter und kompliziert es der Streik nun für die betroffenen Eltern macht, ihr Zorn sollte sich nicht gegen die Erzieherinnen und Erzieher richten. Denn bessere Arbeitsbedingungen für das Kita-Personal kommen unmittelbar auch den Kindern zugute.
Erzieherinnen und Erzieher leisten in den Kindergärten einen der wichtigsten und am schlechtesten bezahlten Jobs in diesem Land. Noch sind viele mit Spaß und Idealismus dabei. Zu versuchen, das über Gebühr auszunutzen ist ein Spiel mit dem Feuer. Mit Dienst nach Vorschrift sind Kinder nicht zu erziehen. Die Gesellschaft hätte die Folgen zu tragen. Denn die Kinder von heute sind die Erwachsenen von morgen.