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28.01.2010

Szenegeflüster: Daddys Darling

Ich bin neulich an gleicher Stelle nicht dazu gekommen, diese Geschichte zu erzählen. Die Geschichte, wie amerikanische College-Studenten in Connecticut feiern, einen drauf machen, steil gehen.

Sie tun all das zumeist nicht in Discos, zumindest nicht während des Semesters. Das liegt vor allem am schönen Geschlecht. Dieses bestimmt nämlich, wo die Partys gut sind, wo etwas los ist.

Merke: Wo die schönen Frauen sind, sind alle anderen auch.


Und die Ausgeh-Logik des schönen College-Girls – zumeist ein wenig verwöhnt, weil Daddys Darling – ist einfach: Warum sollte ich vom Campus gehen zum Feiern?

Mit dem Taxi durch die halbe Stadt fahren und mitten in der Nacht zurück?
Nein, viel zu anstrengend.
Im kleinen Schwarzen in der Kälte aufs Taxi warten?
Nein, viel zu kalt.
Und überhaupt: Nachts total aufgebrezelt aus dem Campus raus?
Nein, viel zu gefährlich.


Dann lieber auf dem Campus feiern. Bis die Schwarte kracht. Dann mehr oder weniger betrunken – meistens mehr – die paar Meter bis ins Wohnheim staksen. Barfuß, die High-Heels in der Hand. Das Make-up verlaufen vom Tanzschweiß – das ist nicht schlimm, das sieht schließlich bei allen so aus.

Übrigens: Das Feiern selbst findet in Bruderschaften statt. Das klingt sehr steif – ist aber das komplette Gegenteil. Seltsam ist es aber. Seltsam in den Augen europäischer Clubgänger. Dazu mehr bei Gelegenheit.

Szeneapplaus. Ich finde, die Studenten der Pforzheimer Hochschule könnten sich eine Scheibe abschneiden von der beschriebenen Ausgeh-Logik. Ich meine, sie müssten ja nicht auf dem Campus bleiben zum Feiern. Doch zumindest könnten sie in der Stadt bleiben zum Feiern, anstatt grundsätzlich außerhalb der Stadtmauern in Clubs zu gehen.
Es gibt zwei Anlässe, bei denen sich hiesige Studenten ins lokale Nachtleben wagen. Semesterbeginn und Semesterende. Dann geballt. Dann gehen sie vor allem ins „plus+“.

Am nächsten Dienstag und Mittwoch kann man sich dieses Spektakel wieder ansehen.

Szenewechsel. Giulia Siegel kennt man gemeinhin als aufgetakeltes It-Girl. Aus den Boulevard-Magazinen und aus dem Dschungel-Camp. In der nächsten Woche kann man eine neue Seite der Giulia Siegel kennen lernen. Die musikalische Seite, die nach House, Techno und Electro klingt. Siegel ist nämlich auch DJ. Am nächsten Donnerstag legt sie bei der 1. Hochzeitsparty in den Schmuckwelten auf.