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03.11.2008

Umbau des Pforzheimer Woolworth

Nach den Meldungen der jüngsten Zeit über Schließungen oder Insolvenzen von Einzelhandelsgeschäften tut diese Nachricht gut: Das Discount-Kaufhaus Woolworth investiert in den Standort Pforzheim. Bemerkenswert ist dies auch deshalb, weil Woolworth Deutschland von einem britischen Investor übernommen wurde, der beileibe nicht aus reiner Liebe zur Goldstadt seine finanziellen Mittel hier in einen Umbau fließen lässt. Ohne Aussicht auf eine ordentliche Rendite würde der Geldgeber sicher nicht eine solche aufwendige Maßnahme vornehmen. Will heißen: In Pforzheim ist durchaus Geld zu verdienen. Auch im Einzelhandel.

Auch der Erste Geschäftsführer von Galeria Kaufhof in Pforzheim ist in den Startlöchern, um seine Filiale hier mit entsprechend hohen Investitionen weiter aufzumöbeln. So unterschiedlich die beiden Kaufhauskonzepte von Galeria und Woolworth sein mögen – hochwertiges Konzept hier, Discountgedanke dort –, so geschlossen treten sie doch in der Philosophie auf, die da lautet: Die Goldstadt kann ein guter Platz zum Handel treiben sein. Allerdings ist dieser Wirtschaftszweig letztendlich nur dann langfristig erfolgreich, wenn er auch die notwendige Unterstützung der Rathausverwaltung und der kommunalpolitischen Akteure erhält. Das beste Konzept nützt nichts, wenn schlechte Rahmenbedingungen dafür sorgen, dass die Kunden ihre Konsumausgaben lieber in anderen Einkaufsstädten tätigen. Das träfe nicht nur die Handelsunternehmen, sondern auch die Beschäftigten, die ihren Job verlieren würden.