nach oben
06.10.2009

Uneinigkeit über Finanzgebaren der TMBW unter Roger Heidt

Pforzheims Erster Bürgermeister Roger Heidt steht für seine frühere Funktion als baden-württembergischer Tourismus-Manager in der Kritik. In seinem Kommentar nimmt PZ-Redakteur Marek Klimanski diesen Missstand unter die Lupe.

Es ist wohl der Skandal, der keiner war. Als Baden-Württembergs oberster Tourismus-Werber soll Roger Heidt Gäste mit edlen Weinen und teurem Essen bewirtet haben? Er soll mit dieser Bewirtung einen kleinen, erlesenen Kreis von Nobel-Wirten beauftragt haben? Er soll zudem ein üppiges Gehalt bezogen haben?

Was man Heidt da vorwirft, gehört eindeutig zum Stellenprofil eines führenden Tourismus-Werbers. Natürlich hat sich Heidt eines weit überdurchschnittlichen Einkommens erfreut. In dieser Position aber sind solche Bezüge die Regel. Dass Heidt mehr verdient hat als der zuständige Minister – nun ja: Selbst die Stadt Pforzheim ist an Unternehmen beteiligt, deren Chefs bei weitem mehr verdienen als Oberbürgermeister und Fachdezernenten. Man kann kritisieren, dass Heidts Gehalt als TMBW-Chef von einem internen Kreis festgesetzt wurde, dem zuletzt kein Vertreter des Landes als des Hauptgeldgebers angehörte. Das aber ist nicht Heidts Schuld. Nur um die geht es in Pforzheim, wo man keinen zwielichtigen Ersten Bürgermeister will. Und nach Lage der Dinge auch keinen hat.