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28.09.2009

Unser Dorfpotrait: Ispringen

Wenige km nordwestl. der Goldstadt, dort, wo der Autobahnviadukt wuchtig das schmale Tal überquert, schmiegt sich das schmucke Nachbardorf Ispringen langgestreckt in die reizvolle Landschaft. Es ist ein stattliches Dorf, das durch die Nähe der Stadt selbst an Bedeutung gewann und zu einem Ort voller Gewerbefleiß wurde.

2803 Einwohner zählt Ispringen heute, über 400 Evakuierte und Heimatvertriebene brachte davon die Nachkriegszeit, und wohl der größte Teil dieser Bevölkerung geht in der Stadt oder in einheimischen Werken seiner Beschäftigung nach.

Schon in frühester Zeit war das Geschick des Dorfes eng mit dem Pforzheims verbunden. Während des Mittelalters gehörte Ispringen zu den Besitztümern des bekannten Dominikanerklosters, bei dessen Aufhebung im Jahre 1564 es in den Besitz der Markgrafen von Baden überging. Seine Geschichte war ruhig; nur die Kirchenbauten in den Jahren 1775/77, als an der Stelle einer alten Wehrkirche ein neuer, schlichter Bau entstand, galten als Brennpunkte seiner Vergangenheit. Eine uralte Orgel von 1790 und einige sehenswerte Fachwerkbauten — das sind die Zeugen aus Ispringens Geschichte, die neben der neuzeitlichen Entwicklung verblassen.

Heute ist Ispringen stolz auf sein großes OBE-Werk, eine bemerkenswerte Fabrik für Uhren und Feinmechanik, die allein 300 Arbeitskräfte beschäftigt. Dieses neueingerichtete Unternehmen, das dem Dorfe nicht nur materiellen Gewinn brachte, sondern ihm auch zur Zierde gereicht, ist ein wesentliches Wahrzeichen Ispringens geworden. Mit ihm kam noch mehr Leben und Verkehr in die Gemeinde. So kam Ispringen der Goldstadt noch näher, von deren Wesenszügen — was Fleiß und Strebsamkeit angeht — es manches übernommen hat. Und das beweisen auch nicht zuletzt seine tüchtigen Sportler, die sich überall einen respektablen Platz zu gewinnen wußten... cp