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02.12.2008

Unterklassige Clubs kritisieren Bundesliga-Anstoßzeiten

Das neue Fernsehspiel am Sonntag um 15.30 Uhr sorgt bei Fußballvereinen in den Amateurklassen für große Empörung. Funktionäre und Spieler ärgern sich zurecht über das TV-Modell, das in der kommenden Saison in Kraft treten wird.

Die Profivereine denken zu kurz

In den nächsten Jahren muss mit einem Zuschauerrückgang gerechnet werden. Bereits jetzt bleibt den Amateurclubs an Sonntagen lediglich ein kleines Zeitfenster von 75 Minuten, in dem im Fernsehen keine Live-Spiele übertragen werden.

Keine Frage – diese neue Struktur lohnt sich für den Pay-TV-Sender Premiere und die Profivereine kurzfristig. Langfristig werden sich die Macher aber selbst das Wasser abgraben. Seit jeher bilden die Amateurklassen die Basis im Fußballsport. Die meisten Nachwuchstalente haben in Clubs vor der Haustür mit dem Fußballspielen begonnen. Aber bereits heute haben sehr viele Vereine mit Spielermangel zu kämpfen. Sie müssen Fusionen eingehen, um den Spielbetrieb überhaupt aufrecht erhalten zu können.

Je mehr von diesen kleinen Clubs in unseren Dörfern und Städten verschwinden, desto weniger junge Kicker wird es künftig geben. Deshalb ist das neue TV-Modell überflüssig und gefährlich.