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06.10.2008

Veränderungen in den Schmuckwelten Pforzheim

In den Schmuckwelten wurde getrennt, was nicht zusammen gehört. Wenn ein hochwertiges Fachgeschäft wie das Haus Leicht vorne Uhren und Schmuck im fünfstelligen Eurobereich – oder mehr – an auserlesene Kundschaft verkauft und hinten seinen Namen dafür hergibt, dass Schnäppchenjäger im Preiswert- und Lifestyle-Bereich das ideelle Label „gekauft bei Leicht“ erwerben können, dann schadet das dem Image des Juweliers. Insofern war die Abspaltung der Erlebniskaufwelt die richtige Entscheidung.

Neue Chancen

Ohnehin ist es nicht förderlich, wenn eine auf Edelkundschaft getrimmte Person wie Georg Leicht auch die Marketingstrategie für flippige Trendkäufer entwickelt. Dazu bedarf es eines anderen Einfühlungsvermögens. Deshalb ist es gut, dass Leicht sich auf sein edles Kerngeschäft konzentriert. Das macht er gut und darin hat er langjährige Erfahrung.

Ebenso war es gescheit, den Vorzeige-Juwelier weiterhin als repräsentatives Aushängeschild der Schmuckwelten zu verpflichten. In der Branche und bei geldwerten Kunden genießt der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenfachmann mit sechs Geschäftsadressen – darunter das Hotel Adlon in Berlin oder das Taschenbergpalais in Dresden – einen guten Ruf, von dem zweifellos auch die Pforzheimer Schmuckwelten profitieren. In der preiswerten Erlebniskaufwelt hingegen stehen mit der Neustrukturierung nun alle kreativen Möglichkeiten offen, neue Käufergruppen zu erschließen und der Gewinnschwelle näher zu kommen.