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09.11.2009

Verhandlungen zwischen Stadt und Deutscher Bank

Das war zu erwarten: Die Deutsche Bank geht auf die Stadt zu, kündigt an, der Verlängerung der Verjährungsfrist zuzustimmen. Das ist ein Erfolg für OB Hager. Er kann sagen: Ich kann mehr. Machen. Dass nämlich die Bank an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Schließlich geht es nicht um „peanuts“.

Und die Deutsche Bank weiß: Wenn sie den Kommunen nicht zumindest ein Stück weit entgegenkommt, gerät sie in der öffentlichen Wahrnehmung in Generalverschiss – woran ihr Chef (der mit dem Victory-Zeichen und den Riesen-Rendite-Ansprüchen) nicht unmaßgeblichen Anteil hat. Man sollte sich nicht darauf verlassen, wie die Justiz bisher geurteilt hat – in zweiter Instanz stets für die Bank. Das muss nicht so bleiben. Nicht umsonst heißt es in der mit der Bank abgestimmten Mitteilung, man wolle die „kommende Entwicklung der Rechtsprechung abwarten“. Gericht ist immer teuer – egal, wie es ausgeht. Und die Risiken sind enorm. Von daher ist es auch ein Sieg der Vernunft, wenn dem ersten Gespräch noch ein zweites folgt – reden schadet nie.