
Die Nein-Stimmen und die Enthaltungen kamen aus allen Fraktionen, vereinzelt auch aus CDU und der SPD. Geschlossen mit „Ja“ votierte einzig die FDP – aber nur mit zwei Stimmen, da ihr Vorsitzender Hans-Ulrich Rülke nicht an der Sitzung teilnehmen konnte. Grüne Liste und Fraktionsgemeinschaft von Freien Wählern und Unabhängigen Bürgern sagten komplett „Nein“.
Im wesentlichen folgten diejenigen, die mit Nein stimmten, der Argumentation von SPD-Stadtrat Jürgen Schroth. Dieser hatte die Ablehnung eines Teils seiner Fraktion damit begründet, dass solche Veranstaltungen zu einer Verflachung des Sonntags beitrügen und ihm seine Bedeutung nähmen. Diese habe er als Ruhetag für Arbeitnehmer und aus christlicher Sicht. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Florentin Goldmann kritisierte die Gesetzgeber in Bund und Land, die keine einheitliche Linie vorgäben, sondern den Gemeinden die Last der Entscheidung aufbürdeten. Er selbst könne aus christlicher Sicht wie als Unternehmer beide Seiten verstehen. Engagiert für die verkaufsoffenen Sonntage warb sein Fraktionskollege Klaus Gutscher, der nach der Abstimmung anregte, das Thema in sechs Monaten erneut in den Gemeinderat zu bringen.
Grüne-Liste-Stadträtin Sibylle Schüssler verwahrte sich dagegen, die Nein-Sager als Gegner der Innenstadt anzusehen. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Dorothea Luppold forderte vom City-Marketing Vorschläge, wie die Innenstadt unter den neuen Vorzeichen durch Events unter der Woche wie ein „Candlelight-Shopping“ belebt werden könne. kli





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