nach oben
28.07.2009

Verwaltungsgerichtshof kassiert öffentliches Trinkverbot

Ab sofort darf im Freiburger Kneipenviertel am Wochenende wieder öffentlich Alkohol getrunken werden. Ein Jurastudent hat gegen ein entsprechendes Verbot geklagt und Recht bekommen. Ein Freifahrtschein für Komasäufer? Mitnichten.

Die Stadt Freiburg hat mit ihrem Alkoholverbot jeden unter Generalverdacht gestellt, der abends auf einer Parkbank gemütlich ein Bier trinken will. Ein Recht, das keinem Menschen genommen werden darf. Für ein wenig mehr Sicherheit ist viel Freiheit geopfert worden – zu viel.
Natürlich sind Menschen, die sich hemmungslos besaufen und dann randalieren, ein Problem. Aber dem darf nicht mit dem Verbotshammer begegnet werden. Wer ausfällig wird, muss bestraft werden. Natürlich sollte hierbei auch durchgegriffen werden – aber bitte individuell, nicht pauschal.
Verbote sind eine zu simple Art, auf dieses Problem zu reagieren. Verstärkte Polizeipräsenz und Entscheidungen im Einzelfall erfordern zwar Zeit und Geld. Aber sie sind der einzig richtige Weg. Unsere Freiheit sollte uns das wert sein.