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09.07.2009

Vorgehen des Enzkreises beim Biomüll: Kampf um die Kartoffelschale

Manchmal muss man die Leute eben zu ihrem Glück zwingen. Dieser Gedanke muss demjenigen die Hand geführt haben, der den Brief an die Bürger im Enzkreis aufgesetzt hat, die sich nicht an der Biomüll-Umfrage beteiligt haben. Denn an der Lauterkeit der ursprünglichen Absicht braucht man keinen Zweifel zu haben: Biomüll zu kompostieren ist billiger als Restmüll zu verbrennen. Und das schont letztendlich das Portemonnaie des Gebührenzahlers.

Den Bürgern allerdings eine Geldstrafe anzudrohen, damit sie Geld sparen können – oder zumindest in absehbarer Zeit nicht mehr bezahlen müssen –, mit dieser Vorgehensweise schießt die Kreisverwaltung weit über das Ziel hinaus. Hier wird der Eindruck von Zwang erweckt, wo keiner notwendig ist. In der Folge nimmt der lobenswerte Grundgedanke einer sinnvollen Aktion Schaden, denn der Bürger fühlt sich überwacht, gegängelt und schikaniert. Dabei geht es, daran soll hier noch einmal ausdrücklich erinnert sein, um verwelkte Blumen, Kartoffelschalen und Apfelbutzen.