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14.04.2008

Warnung vor Hungersnöten

Lebensmittelknappheit – jahrzehntelang war das etwas, das uns in Deutschland nur indirekt betraf. Zwar erreichten die schrecklichen Bilder von abgemagerten Kindern jedes Wohnzimmer, mehr kam von den Krisen hier jedoch nicht an.

Inzwischen ist die Globalisierung so weit fortgeschritten, dass schwerwiegende Veränderungen am einen Ende der Welt früher oder später selbst den entlegensten Winkel am anderen Ende erreichen. Was nicht heißen soll, dass die Lasten auch nur annähernd gerecht verteilt sind: Während hierzulande über teure Tankfüllungen und steigende Schokoladenpreise lamentiert wird, sterben anderswo Menschen den Hungertod. Doch der Druck auf die westlichen Industrienationen wird wachsen. Massive Verteilungskämpfe um die Rohstoffe der Erde stehen bevor, und es ist nicht entschieden, wie sie ausgehen.
Lösen oder zumindest entschärfen können solche Konflikte nur jene Nationen, denen es vergleichsweise gut geht. Entwicklungshilfe darf nicht als Almosen verstanden werden – sie ist vielmehr eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der Geberländer. Wird den bedürftigen Nationen nicht rasch der Weg in die Selbstständigkeit gewiesen, wächst der Graben zwischen Arm und Reich – ohne dass es mehr Lebensmittel zu verteilen gibt.