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03.06.2008

Welternährungsgipfel

Mit aufrüttelnden Appellen und viel Prominenz ist der Welternährungsgipfel gestern gestartet. Man kann nur hoffen, dass am Ende mehr dabei herauskommen wird als die übliche Gipfelsymbolik und ein paar Spendenzusagen. Wer ernsthaft etwas gegen den Hunger tun will, muss etwas wagen.

Zwei Ziele muss das Treffen in Rom verfolgen: Zum einen geht es um die schnelle Finanzspritze, die nötig ist, um die akute Not zu lindern. Zum andern aber geht es um langfristige Konzepte. Vieles von dem, was bislang in Sachen Entwicklungshilfe unternommen wurde, verfehlt offensichtlich seinen Zweck. Definitiv vernachlässigt wurden zuletzt Investitionen in die Landwirtschaft vor Ort – 2007 waren es weniger als vier Prozent der gesamten Gelder, die in die Entwicklungshilfe flossen. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Denn nur die eigene Produktion von Mais, Reis oder Getreide kann ein armes Land vor der weltweiten Preisexplosion schützen. Vorausgesetzt allerdings, die eigenen Herrscher – man denke nur an den in Rom anwesenden Mugabe – wie auch wir entwickelten Staaten lassen das zu. Solange sich an den Importzöllen der sogenannten ersten Welt nichts ändert, dienen auch Hilfsgelder nur der Beruhigung des eigenen schlechten Gewissens.