

ULM. Der lange Winter hat das Land mehrere Millionen Euro gekostet. Allein das Räumen und Streuen auf den Autobahnen schlug mit mehr als 15 Millionen Euro zu Buche. Dazu kommen jetzt die Reparaturarbeiten an den Straßen.
Für den gesamten Winterdienst im Land dürften sich die Kosten auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag summieren, sagte Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) am Dienstag in Ulm. Die Ausgaben für die Einsätze auf den Autobahnen bekommt das Land allerdings vom Bund erstattet. Doch es kommen noch weitere Kosten hinzu: Das Zuschütten von Schlaglöchern auf den Landesstraßen wird sich nach ersten Schätzungen auf mindestens fünf bis zehn Millionen Euro belaufen. Gönner sagte: „Neben dem enormen personellen Aufwand zieht dieser Winter eine große finanzielle Belastung nach sich.“
Insgesamt brach der Winterdienst alle bisherigen Rekorde: „Der lange und harte Winter führte bei uns in diesem Jahr bei den Winterdiensten zu Superlativen“, sagte Gönner. Allein auf den Autobahnen im Land sind mehr als 75 000 Tonnen Salz gestreut worden. Das sei doppelt so viel wie im langjährigen Durchschnitt und liege etwa zehn Prozent über dem bisherigen Spitzenverbrauch von 68 000 Tonnen Salz im Winter 2004/05. Auf den Bundes-, Land- und Kreisstraßen seien nach einer groben Schätzung weitere 400 000 Tonnen Salz verteilt worden. Besonders an bereits zuvor beschädigten Fahrbahnbelägen seien mit dem Tauwetter kleine und große Schlaglöcher ans Licht gekommen. Aber: „Einen vollständigen Überblick über die Frostschäden werden wir erst Ende April nach Ende der Frostperiode haben“, sagte die Ministerin.
Kleine Frostschäden an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen werden von den unteren Verwaltungsbehörden, den Land- und Stadtkreisen mit ihren Straßenmeistereien repariert. Für die Bundes- und Landstraßen erhalten sie dafür von Bund, Land und Kreis jährlich 13 Millionen Euro. Größere Reparaturen liegen in der Verantwortung der vier Regierungspräsidien. Insgesamt stehen in diesem Jahr für den Erhalt der Landesstraßen rund 70 Millionen Euro bereit.
Autor: PZ-Mitarbeiterin Berit Schmidt





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