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26.01.2010

Zahl der Migranten in Deutschland steigt

Immer mehr Menschen in Deutschland haben ausländische Wurzeln. Im Jahr 2008 hatte fast jeder fünfte Einwohner einen sogenannten Migrationshintergrund – Tendenz steigend. Im Umkehrschluss müsste das bedeuten: Mehr Migration, verbesserte Integration. Doch ein Blick in die Statistik verrät, dass viele Zuwanderer in Deutschland noch immer in einer Parallelgesellschaft leben. Vor allem auch, weil sie die deutsche Sprache nicht richtig beherrschen und infolge dessen Schwierigkeiten in Schule und Beruf haben.

So haben rund 14 Prozent der 15,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund (Stand: 2008) keinen Schulabschluss. Im Vergleich dazu sind es nur zwei Prozent der Bundesbürger. Gut 44 Prozent haben keine abgeschlossene Berufsausbildung und fast doppelt so viele Migranten wie Deutsche sind erwerbslos oder gehen einer geringfügigen Beschäftigung nach.
Besorgniserregende Zahlen – insbesondere bei einem Blick in die von der schwarz-gelben Regierung vorgezeichnete Zukunft. Schließlich möchte die Koalition ab 2013 das Betreuungsgeld als Alternative zu der dann gesetzlich zugesicherten Kinderbetreuung einführen. Für Kinder aus Zuwandererfamilien, die dann zu Hause bleiben, bedeutet das, dass sie kein oder in vielen Fällen nur schlechtes Deutsch lernen. Ein Defizit, das sie – sind sie erst einmal eingeschult – kaum mehr aufholen können.
Das läuft nicht nur allen Bemühungen um eine bessere Integration zuwider. Es gewährleistet auch, dass die Schere innerhalb der Gesellschaft immer weiter aufgehen wird. Eine Entwicklung, die die Koalition angesichts steigender Migrationszahlen nicht wollen kann.