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06. Februar 2012
Ort des Grauens - Polizeimarkierungen zeigen auf dem Gelände einer Tankstelle den Standort des Fahrzeugs. Autoknacker hatten in der Nacht im Kofferraum des abgestellten Wagens die Leiche eines Babys in einem Rucksack entdeckt. Foto: Becker&Bredel
Ort des Grauens - Polizeimarkierungen zeigen auf dem Gelände einer Tankstelle den Standort des Fahrzeugs. Autoknacker hatten in der Nacht im Kofferraum des abgestellten Wagens die Leiche eines Babys in einem Rucksack entdeckt. Foto: Becker&Bredel

Autoknacker finden verweste Babyleiche

Merzig/Saarbrücken (dpa) - Autoknacker haben im saarländischen Merzig eine verweste Babyleiche im Kofferraum eines Wagens entdeckt. Offenbar lag die Leiche schon mehr als ein halbes Jahr in dem Auto.

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Die 23-jährige Mutter sagte nach Angaben der Polizei aus, sie habe im Juni 2011 den toten Jungen gleich nach der Geburt in Tücher gewickelt, in einen Rucksack gepackt und diesen in dem Wagen deponiert. Als Grund gab sie an, sie sei mit der Situation nicht fertig geworden. Sie habe sowohl die Schwangerschaft als auch die Geburt verheimlicht und «gänzlich verdrängt».

Drei Männer zwischen 22 und 28 Jahren hatten das abgemeldete Auto am frühen Montagmorgen auf dem Parkplatz einer Tankstelle aufgebrochen, den grausigen Fund gemacht und die Polizei informiert. Ersten Ermittlungen zufolge stand der Wagen seit Mitte September auf dem Parkplatz. Bei einer Befragung gab die ehemalige Halterin am Montag zu, die Mutter des toten Jungens zu sein.

Jetzt muss geklärt werden, wie genau der Säugling zu Tode kam. Die Mutter gab in ihrer Vernehmung an, er sei bei oder kurz nach der Geburt gestorben. Erkenntnisse über Todeszeitpunkt und -ursache erhoffen sich die Ermittler von einer laufenden Obduktion. Ergebnisse seien wegen des Zustands der Leiche am Montag nicht mehr zu erwarten, sagte Polizeisprecher Georg Himbert. Die Mutter bleibe nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft bis auf weiteres auf freiem Fuß.

Die Autoaufbrecher müssen jetzt mit einer Anzeige wegen des Einbruchs in den Wagen rechnen. Die Männer waren von einer 19-Jährigen begleitet worden. Sie sagten aber aus, die junge Frau habe nichts mit dem Einbruch zu tun, berichtete Himbert.

06.02.2012
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