32° Aktuelles Wetter
Di, 18.06.2013
> Zum Wetter

Rocker kontra Türsteher - Hells Angels, United Tribuns, Black Jackets, Gremium

zur Dossierseite
header_dossier_rocker
Die Kripo ermittelt im Umfeld des Tatorts in Berlin-Hohenschönhausen. Foto: Hannibal
Die Kripo ermittelt im Umfeld des Tatorts in Berlin-Hohenschönhausen. Foto: Hannibal

Eskaliert Berlins Rockerkrieg? - Razzia bei Schuss-Opfer

Berlin (dpa) - Nach den Schüssen auf einen der bekanntesten Rocker in Berlin befürchten die Sicherheitsbehörden eine Eskalation der Gewalt. «Das hat wohl schon Auswirkungen auf die Szene, wenn der Präsident eines Rockerclubs lebensgefährlich verletzt wird», sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf.

Anzeige

Er hält die Lage für brisant. Der am Sonntagmorgen niedergeschossenen 47-jährige Rocker befinde sich noch in Lebensgefahr. Von dem Täter fehlt weiterhin jede Spur.

In der Nacht zum Montag durchsuchten Polizeibeamte die Wohnung und das Lokal des niedergeschossenen Rockers und stellten Beweismittel zur Auswertung sicher. Was genau gefunden wurde, gab die Polizei nicht an. Ein Unbekannter hatte am Sonntag mehrmals auf den Oberkörper des Rockers geschossen. «Es waren mehrere Schüsse aus nächster Nähe, die den Mann in den Oberkörper trafen», sagte eine Polizeisprecherin.

Der langjährige Präsident der Nomads, eine Berliner Ortsgruppe der Hells Angels, war Medienberichten zufolge vor dem Hintereingang des Lokals «Germanenhof» niedergeschossen worden. Er soll Betreiber der Gaststätte sein, die als Treffpunkt der rechtsextremen Szene gilt.

Derweil kamen in Bottrop am Montag zahlreiche Motorradrocker zur Beerdigung eines Ende Mai erschossenen «Bandidos»-Mitglieds. Der 49-Jährige war vor zwei Wochen mit einer tödlichen Schussverletzung neben seiner Maschine an einer Straße im Ruhrgebiet gefunden worden. Der Tatablauf sei weiterhin unklar, sagte der zuständige Staatsanwalt Joachim Lichtinghagen. Für einen Angriff der «Hells Angels» gebe es bisher keine konkreten Hinweise.

Die Verunsicherung in der Szene ist derzeit recht groß», sagt der Chef des Berliner Landeskriminalamtes (LKA), Christian Steiof. Auch die Polizei berichtet von einer großen Unruhe. «Für uns kann das nur bedeuten, dass Gefahr abwehrende Maßnahmen wie Kontrollen und Durchsuchungen erhöht werden», betonte Neuendorf. Der 47-Jährige Rocker, der auch als enger Vertrauter von Hells-Angels-Frontmann Frank Hanebuth aus Hannover gilt, war Medienberichten zufolge schon einmal das Opfer eines Anschlags. Im Juni 2009 wurde er im brandenburgischen Finowfurt schwer verletzt. Als Angreifer werden bis heute die Bandidos vermutet.

Ein Sprecher im Bundesinnenministerium bekräftigte am Montag, dass ein bundesweites Verbot von Rockerclubs nur möglich sei, wenn sich bundesweite Strukturen nachwiesen ließen. Ende Mai hatte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erklärt, ein deutschlandweites Verbot prüfen zu lassen.

11.06.2012

Weitere Artikel, Bilder und Videos zum Thema

Schriftgröße A A A
Artikel teilen
Anzeige
Anzeige
Top Adressen




Anzeige
Top Angebote
Anzeige
Regional Finder
Ispringen
Kämpfelbach
Eisingen
Königsbach-Stein
Remchingen
Keltern
Straubenhardt
Birkenfeld
Neuenbürg
Engelsbrand
Unterreichenbach
Schömberg
Neuhausen
Tiefenbronn
Heimsheim
Friolzheim
Wimsheim
Mönsheim
Wiernsheim
Wurmberg
Niefern-Öschelbronn
Kieselbronn
Neulingen
Ölbronn-Dürrn
Ötisheim
Mühlacker
Illingen
Maulbronn
Sternenfels
Knittlingen
Oberderdingen
Pforzheim


Exklusiv in der PZ

Das lesen Abonnenten am Mittwoch in Ihrer "Pforzheimer Zeitung":

Vor 30 Jahren rollte die Welle: Die Neue Deutsche Welle (NDW) erreichte 1983 Jahren ihren Höhepunkt. Nenas „99 Luftballons“ war die NDW-Hymne. Ein Rückblick von A bis Z. Seite 29

Hier geht es zum PZ-Abo und zum 14-Tage-Probeabo

Hier geht es zum E-Paper ...

PZ lesen per E-Paper

zum Log-In                       zur Startseite

Umfrage
Pflichtversicherung gegen Hochwasser?


PZ-news auf Facebook








Webcam
Di, 18.06.2013 23:18
Anzeige