Fürst Albert II. von Monaco und seine Frau Charlene auf dem roten Teppich des Hotel Adlon in Berlin. Foto: Wolfgang Kumm
Fürst Albert II. von Monaco und seine Frau Charlene auf dem roten Teppich des Hotel Adlon in Berlin. Foto: Wolfgang Kumm

Fürst Albert und Charlène in Berlin

Berlin (dpa) - Albert II. von Monaco und seine Frau Charlène haben bei ihrem ersten offiziellen Deutschlandbesuch fürstlichen Glanz nach Berlin gebracht. Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt begrüßten das Paar am Montag vor Schloss Bellevue.

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Zum Programm gehörten auch Gespräche mit Außenminister Guido Westerwelle und Finanzminister Wolfgang Schäuble. Am Abend lud Gauck zum Abendessen in seinen Amtssitz - der First Lady passierte dabei ein kleiner Patzer: Schadt trat offensichtlich auf das Abendkleid der Fürstin. Die beiden Damen nahmen es aber mit Humor, wie auf Fotos zu erkennen war.

Es ist der erste gemeinsame Besuch von Albert (54) und der 20 Jahre jüngeren Charlène seit ihrer Hochzeit vor fast genau einem Jahr. Im Mittelpunkt standen zwar offiziell die Politik und die Beziehungen zwischen dem Ministaat an der Côte d'Azur und Deutschland. Doch viele interessierte mehr die elegante Fürstin. Charlène hielt das Versprechen und kam zur Begrüßungszeremonie in einem engen, türkisfarbenen Hosenanzug mit hohen Schuhen. Am Abend glänzte sie mit einem champagnerfarbenen, spitzenbesetzen Kleid.

Beim Festessen rühmte Gauck das umweltpolitische Engagement des Fürsten und sagte, dass dessen Staat nicht nur für finanziellen Wohlstand stehe. «Arthur Schopenhauer hat einmal gesagt: "Schönheit ist ein offener Empfehlungsbrief, der die Herzen im Voraus für uns gewinnt"», zitierte der Präsident laut vorab verbreitetem Redemanuskript. Schönheit in diesem Sinne könne mehr bedeuten als äußerlich sichtbarer Reichtum. «Sie kann beschreiben, dass Monaco weit mehr ist als die Summe seiner Yachthäfen, Immobilien und Geschäftsstraßen.»

Zum offiziellen Auftakt der zweitägigen Reise, die am Dienstag weiter nach Stuttgart geht, trugen sich Albert und Charlène ins Gästebuch des Präsidenten ein. Danach schritten die beiden Staatsoberhäupter bei bewölktem Himmel die Ehrenformation des Wachbataillons ab. Am Vormittag zogen sich Gauck und Albert zu einem Gespräch zurück, das ein Sprecher des Präsidialamtes als «sehr freundlich und respektvoll» beschrieb. Mit Außenminister Westerwelle (FDP) sprach Albert nach Angaben des Auswärtigen Amtes über die Zukunft Europas und die Euro-Krise.

Westerwelle hatte das Fürstenpaar zum Mittagessen zu einer Spree-Rundfahrt eingeladen. In der Nähe des Kanzleramtes gingen sie an Bord der «Sanssouci». Als das Boot ablegte, stand das Fürstenpaar winkend zwischen Westerwelle und dessen Mann Michael Mronz am Bug - beide Monegassen hatten Sonnenbrillen aufgesetzt.

An Bord waren auch geladene Gäste aus Politik und Gesellschaft - darunter Modedesigner Wolfgang Joop und Ex-Schwimmerin Franziska van Almsick, die mit Charlène befreundet ist. Die Fürstin ist selbst ehemalige Olympiaschwimmerin, interessiert sich für Mode und war vor wenigen Tagen bei den Haute-Couture-Schauen in Paris. Am Nachmittag lief Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) mit dem Fürstenpaar vor vielen Schaulustigen durch das Brandenburger Tor.

Albert und Charlène waren bereits am späten Sonntagnachmittag in Berlin eingetroffen. Sie wohnten im Hotel Adlon. Am Dienstag werden beide in Stuttgart erwartet.

10.07.2012
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