22° Aktuelles Wetter
Mo, 21.05.2012
> Zum Wetter
Prominenz hinterm Rednerpult  und in der ersten Reihe: Kultusminister Helmut Rau spricht, Bürgermeister, Abgeordnete und Schulleiter hören im CongressCentrum zu.
Prominenz hinterm Rednerpult und in der ersten Reihe: Kultusminister Helmut Rau spricht, Bürgermeister, Abgeordnete und Schulleiter hören im CongressCentrum zu.

100 Jahre Hilda-Gymnasium: Auf kein Talent verzichtet

PFORZHEIM. Mit hohem Besuch vom Kultusminister, Abgeordneten und vielen aktuellen wie ehemaligen Schülern hat das Hilda-Gymnasium sein Jubiläum gefeiert. Am Freitagabend mit einem Festakt, am Samstag mit dem Schulfest.

Anzeige

Eine Familie ist die beste Gemeinschaft, die man sich nur wünschen kann: In jeder Lebenslage hält sie zu einem und hilft, wo sie kann. Dass Familienmitglieder nicht alle denselben Nachnamen tragen müssen, sieht man an der „Hilda-Familie“: Am vergangenen Wochenende feierte sie den 100. Jahrestag der Namensgebung – am Freitagabend im CongressCentrum und am Samstag mit einem Schulfest.

Die 51 Nationen am Hilda-Gymnasium tragen wahrlich nicht alle denselben Nachnamen, dennoch bezeichnen sie sich selbst als große Familie. Diese Botschaft ist sogar bis nach Stuttgart durchgedrungen, denn Kultusminister Helmut Rau, der am Freitagabend die Festrede hielt, leitete diese mit den Worten ein: „Das Hilda-Gymnasium muss schon etwas ganz Besonderes sein.“ Bei der Einladung durch Rektor Günther Scheu habe er zuerst gar nicht verstanden, dass es sich bei dem Jubiläum „nur“ um den Namenstag dreht. „Aber anscheinend feiern die Hildaner gern“, meinte Rau amüsiert, und gab gleich Tipps für weitere mögliche Anlässe: „In drei Jahren können sie das Koedukations-Jubiläum feiern und in wenigen Monaten jährt sich das erste Abitur.“

Bei seiner Rede über Mädchenbildung, passend zur ehemaligen „höheren Töchterschule“, legte Rau bei allen amüsanten Anekdoten aus der Geschichte Wert darauf, dass es nicht heißt: „Die eine und der andere – wir können und wollen auf kein Talent verzichten, weder männlich noch weiblich.“

Dass die Talente am Hilda-Gymnasium optimal und ganz im Sinne Raus gefördert werden, konnte man an dem vielseitigen Programm, das Schüler, Lehrer und Eltern auf die Beine gestellt hatten, gut erkennen. Zu Beginn des Abends entlockte das Flöten-Ensemble von Musiklehrer Karl-Heinz Morell seinen Instrumenten die schönsten Töne. Derart eingestimmt konnte sich das rund 800-köpfige Publikum ganz auf die Worte des Künstlers und Ex-Hildaners René Dantes konzentrieren. Obwohl er befürchtete, dass seine ehemaligen Deutschlehrer die Hände über den Kopf zusammenschlagen, wenn sie ihn reden hören, beschwerte sich niemand über seine persönlichen Worte. Im Gegenteil: Als Dantes von seinem Autounfall und dem Tod seines Vaters während seiner Abitur-Phase berichtete, wurde klar, wie wichtig der familienartige Zusammenhalt der Hildaner ist. „Meine damaligen Lehrer haben mir sprichwörtlich den Rücken gestärkt“, meinte der Künstler und überreichte ein Bild zum 100-jährigen Namenstag.

Schulgeschichte im Film

Die sechste Klasse hatte zusammen mit ihrem Kunstlehrer Martin Kaul einen Trickfilm erstellt, in dem die Großherzogin Hilda von Baden zum Leben erweckt wurde. Wie bei einer Schiffstaufe ließ sie im Film eine Champagnerflasche gegen die Hilda-Mauern sausen, woraufhin ein großes Loch klaffte. Nicht schlimm – haben sich die Sechstklässler wohl gedacht – und prompt den Südeingang daraus entstehen lassen.

Der zweite Film des Abends stammte vom sogenannten Seminarkurs Medien und ist in Zusammenarbeit mit der Filmproduktionsfirma „Flmmr“ und der Hochschule entstanden: Die Kamera begleitete mehrere Schüler unterschiedlicher Altersstufen ein Stück auf ihrem Schulalltag. Dabei wurde klar, dass dieser gar nicht so alltäglich ist: Chorproben, Arbeitsgruppen, Physikexperimente und Austausch-Schüler aus Südamerika. Das Hilda präsentierte sich in diesem Film von seiner Schokoladenseite und alle Mitglieder der großen Familie können darauf wahrlich stolz sein.

Autor: kristin bauer

30.05.2011

Weitere Artikel, Bilder und Videos zum Thema

Schriftgröße A A A
Artikel teilen
Anzeige
Anzeige
Top Adressen
Anzeige
Top Angebote
Anzeige
Regional Finder
Ispringen
Kämpfelbach
Eisingen
Königsbach-Stein
Remchingen
Keltern
Straubenhardt
Birkenfeld
Neuenbürg
Engelsbrand
Unterreichenbach
Schömberg
Neuhausen
Tiefenbronn
Heimsheim
Friolzheim
Wimsheim
Mönsheim
Wiernsheim
Wurmberg
Niefern-Öschelbronn
Kieselbronn
Neulingen
Ölbronn-Dürrn
Ötisheim
Mühlacker
Illingen
Maulbronn
Sternenfels
Knittlingen
Oberderdingen
Pforzheim
Exklusiv in der PZ

Das lesen Abonnenten am Montag exklusiv in Ihrer "Pforzheimer Zeitung":

Angeblich will Norbert Röttgen seine Entlassung nicht unwidersprochen lassen. Droht der Union jetzt eine Schlammschlacht? Hagen Strauss, PZ-Mitarbeiter in Berlin, ist dieser Frage nachgegangen. Seite 2

Hier geht es zum PZ-Abo und zum 14-Tage-Probeabo

Hier geht es zum E-Paper ...

PZ lesen per E-Paper

zum Log-In                       zur Startseite

Umfrage
Ist die Energiewende noch zu schaffen?
PZ-news auf Facebook
Umfrage
Welches Spiel wollen Sie im Video sehen?
Webcam
Mo, 21.05.2012 09:55
Anzeige
Anzeige