


PFORZHEIM. Seit dem ersten OechsleFest 1986 ist Angelika Winterstein (60), ehemalige Wirtin des „Zähringer Löwen“, bei dieser Traditionsveranstaltung dabei. Nun will sie sich zurückziehen, um mehr Zeit für ihr Enkelkind zu haben.
Sie gilt als Urgestein des OechsleFestes: Angelika Winterstein. Ihr letztes OechsleFest, das 25., das wegen des Jubiläums ausnahmsweise OechsleFestival heißt, beschließt sie mit den Worten: „Nach dieser langen und schönen OechsleFestzeit, die aber inzwischen an meinen Kräften zehrt, möchte ich künftig mit meiner Stammkundschaft als Privatperson und nicht mehr als Wirtin auf diesem Fest ein Viertele trinken.“ Die Freibad-Gastronomie im Nagoldbad in Dillweißenstein, die sie seit rund 20 Jahren betreibt, und die Gastronomie im Freibad Mönsheim möchte sie aber noch ein Weilchen beibehalten.
„Ich freue mich darauf, jetzt mehr Zeit für meine Enkeltochter Mia zu haben“, sagt Winterstein und nimmt wie zur Bestätigung dieser Worte ihr Enkelkind in ihrer OechsleFest-Laube auf den Arm. „Meine Festbilanz in all diesen vielen Jahren fällt positiv aus und war sehr erlebnisreich“, so Winterstein. Sie denkt auch gerne an Pforzheimer OechsleFest-Auswärtsgastspiele in München, Bochum und Bremerhaven zurück und freut sich, dass ihre berühmten sauren Kutteln, ihr Winzersteak und ihre Bratkartoffeln auch in der Fremde viele Liebhaber gefunden haben.
Ganz andere gastronomische Köstlichkeiten serviert der chinesischer OechsleFestwirt, Zymmy Hong (59), seinen Gästen, der in diesem Jahr sein zwölftes OechsleFest bestreitet. Peking-Ente oder Hummer-Krabben sind seine Spezialitäten. Hong trug sich ebenfalls mit dem Gedanken, nach diesem Fest aufzuhören und seine Paoling-Laube künftig nicht mehr auf dem Marktplatz aufzubauen.
„Mir fehlen die helfenden Hände des Nachwuchses, und die Arbeit wird mir inzwischen ein bisschen viel“, so Hong. Aber WSP-CityManager Rüdiger Fricke habe ihn dann doch überredet, weiterzumachen. „Das OechsleFest wäre ohne meine Peking-Ente ärmer und nicht mehr so international, sagte Fricke zu mir, und diese Aussage hat mich dann dazu bewogen, meinen Ruhestand noch etwas hinauszuschieben“, so Hong. „So werde ich rechtzeitig vor dem nächsten OechsleFest in der Zeitung annoncieren, um Helfer für diese beliebte Veranstaltung in der Goldstadt zu bekommen“, sagt Hong.
Autor: Roger Rosendahl





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